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Nachbar spielt nicht mit

Anlieger zeigt TuS Lüdersfeld an Nachbar spielt nicht mit

Viel Positives hatten der Vorsitzende des Turn- und Sportvereins (TuS) Lüdersfeld, Günter Schiller, und die Spartenleiter bei der Jahresversammlung des Vereins zu berichten.

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Bis hier hin und nicht weiter: Die mobilen Tore stehen am Rand des A-Platzes. Die Wiese dahinter ist tabu für Fußballspiele.

Quelle: kil

Lüdersfeld. Aber einen Wermutstropfen gibt es auch. Die Nachbarn spielen nicht mit. Wegen einer Anzeige habe der Verein „ein Ordnungsgeld in vierstelliger Höhe“ zahlen müssen. Auf Nachfrage gab der Vorstand an, 1000 Euro gezahlt zu haben. Die Gemeinde Lüdersfeld als Eigentümer der TuS-Anlage zahlte denselben Betrag noch einmal drauf, dies bestätigte Bürgermeister Wilfried Schröder.

„Kein Mensch würde Böses dabei denken“, sagte Schiller, als er den Sachverhalt umriss, dem der TuS die Strafe verdankt. Auf dem Grundstück neben dem A-Platz, auf dem sich auch die Boule-Anlage befindet, waren nach einer Sportveranstaltung im vergangenen Jahr mobile Tore stehen geblieben. Kinder hatten diese Gelegenheit genutzt, um auf dem Platz ein bisschen zu kicken. Dies sei jedoch seit 2003 verboten, weil der Nachbar das durch die juristische Auseinandersetzung erreicht habe. Er hatte sich unter anderem durch Bälle, die in seinen Garten geflogen waren, gestört gefühlt. „Tore dürfen dort ebenfalls nicht stehen“, erinnerte Schiller an die Auflage.

Laut TuS-Vorsitzendem hat der betreffende Anlieger im Beisein eines Zeugen Filmaufnahmen von dem Treiben auf der Wiese gemacht und dann Anzeige erstattet. „Ich will das Verhalten dieses Menschen nicht kommentieren“, gab Schiller zu, einer weiteren Anzeige vorbeugen zu wollen. Aber der Vorsitzende machte keinen Hehl daraus, dass er sich das Engagement des Vereins, „der für Lebensqualität sorgt“, davon nicht kaputt machen lassen will.

Und dieses Engagement in dem 421 Mitglieder zählenden Verein sei sehr ausgeprägt, lobte Schiller die vielen ehrenamtlichen Helfer, durch die die Aktivitäten bewältigt würden. Besonders den Einsatz des Ehrenvorsitzenden Jürgen Simon, „der unermüdlich kämpft, damit das gesellschaftliche Leben im Ort nicht ganz zum Erliegen kommt“, lobte Schiller. „Der Verein befindet sich in ruhigem Fahrwasser“, sagte der Vorsitzende.

Auch die Spartenleiter zeigten sich zufrieden. Die Fußballer wollen jedoch noch ein wenig aufrüsten. Spartenleiter Matthias Natzel trug den Wunsch der Kicker an den TuS auf eine Flutlichtanlage am B-Platz heran. Er wisse, dass dies bestimmt „sehr teuer sei“, die Fußballer aber die größte Sparte in dem Verein stellen.

Natzel informierte zudem darüber, dass es künftig keinen Samtgemeindepokal mehr geben wird. Unter anderem durch die Unzuverlässigkeit des Beckedorfer Sportvereins sei die Veranstaltung gestorben. Wie der Spartenleiter erklärte, sehen Samtgemeindebürgermeister und Sponsoren keinen Sinn in dem Turnier, wenn dieses nur durch die Teilnahme von Gastmannschaften aufrecht zu erhalten sei. „Wir sind dabei, uns umzuschauen, ob wir etwas anderes auf die Beine stellen können“, kündigte Natzel an.

Schiller rief die Fußballer dazu auf, sich zum Schiedsrichter ausbilden zu lassen, um Engpässen, Strafen und Punktabzug vorzubeugen. „Sonst nützt der ganze rege Spielbetrieb nichts.“ Der Verein habe momentan nur einen pfeifenden Schiedsrichter. bab

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