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Solarjet rockt die Scheune

Konzert in Lüdersfeld Solarjet rockt die Scheune

Mit einer Mischung aus rockingen Songs und poppigen Balladen haben die vier Jungs der Band Solarjet bei „Rock die Scheune“ in Lüdersfeld ihr Publikum begeistert. Dass die Österreicher eine ziemlich turbulente Anreise hinter sich hatten, ließen sie sich nicht anmerken.

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Frontmann René animiert das Publikum.

Quelle: mak

Lüdersfeld. Maria Wedeking, die das Konzert auf dem Hof des Familienbetriebs organisiert hatte, war die Erleichterung anzumerken: „Es ist echt alles schief gelaufen, was nur schief laufen konnte. Es ist schön, dass sie es noch geschafft haben.“

Autopanne in Halle

Doch von vorn: Am frühen Sonnabend machte sich die Band auf den Weg nach Lüdersfeld. Eine Autopanne in Halle an der Saale sorgte gegen 16 Uhr jedoch für ein jähes Ende der Reise. „Die Versicherung wollte den Jungs ein Taxi spendieren, weil es angeblich keinen Leihwagen gab“, sagte Wedeking. Doch die Fahrgelegenheit ließ lange auf sich warten. „Gegen 22 Uhr riefen die Jungs an, das Taxi sei gleich da und in drei bis vier Stunden wären sie dann in Lüdersfeld“.

Aus der Ankunft mitten in der Nacht wurde jedoch ebenfalls nichts. Wedeking und ihre Familie machten sich entsprechend sorgen. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: Die Gruppe hat die Nacht sicher in einem Hotel verbracht. „Am Morgen haben wir dann ein Leihauto von sixt organisiert“, so Wedeking.

Ärgerlicherweise wurde über Nacht der Sprinter der Band aufgebrochen: Scheinbar mehrere Langfinger entwendeten Monitore, Schlagzeugteile und Kleidung, wie Wedeking verärgert mitteilte. Mit einer halben Stunde Verspätung konnte das Konzert am Pfingstsonntag dann aber doch wie geplant über die Bühne gehen.

Und Solarjet präsentierte sich trotz der langen Anreise mit vollem Körpereinsatz. Zu rockigen Gitarrenriffs sprang Frontmann René energiegeladen in die Luft oder gab sich dem Rhythmus beim Headbangen hin.

Ruhiges Kontrastprogramm

Doch Solarjet können auch ruhig: Mit dem Lied „April“ boten die Jungs ein emotionales Kontrastprogramm. Gitarrist René spielte leise auf seinem Instrument, während er dem Publikum erklärte, was ihn dazu motivierte, das Lied zu schreiben und warum es so gut zu Pfingsten passt. Er sprach unter anderem von seinem Glauben als Christ. „Dazu braucht man keinen Club und nicht die richtige Religion.“

Seine Ansage kam fast einer kleinen Predigt gleich. Doch wer nun meint, dass das beim größtenteils jungen Publikum nicht gut ankam, täuscht sich gewaltig: Mit frenetischem Applaus bejubelten die Gäste ihre Band, bevor sie sich, textsicher wie bei den rockigeren Stücken zuvor, wieder ganz der Musik hingaben. mak

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