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Straßensperrung sorgt für Ärger

Probsthagen macht Zufahrt dicht Straßensperrung sorgt für Ärger

Statt der rund 800 Meter langen Verbindung nach Probsthagen müssen einige Vornhäger jetzt einen Umweg von bis zu zehn Kilometern fahren, um den Friedhof zu erreichen. Manche Einwohner halten das für Wahnsinn.

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Nicht nur Heike Ranck hält die angeordere Vollsperrung (im Hintergrund) zwischen Vornhagen und Probsthagen offensichtlich für Quatsch. Unbekannte haben eine Bake einfach zur Seite gerückt.

Quelle: bab

Vornhagen/Probsthagen. Lüdersfeld und dessen Ortsteil Vornhagen gehören zur Probsthäger Kirchengemeinde und nutzen den Weg deshalb regelmäßig, wie die Vornhägerin Heike Ranck berichtet. Seit Montag ist das Stück zwischen beiden Orten wegen des B65-Ausbaus voll gesperrt, „obwohl dort da gar nichts gebaut wird“.

 „Wahnsinn!“, sagt auch Anlieger Helmut Wilkening. „Wegen 500 Metern fahren wir 20 Kilometer Umweg“, klagt er. Das habe er jedenfalls seinem Kilometerzähler entnommen, als er Montag den Weg hin und zurück fahren musste. „Ein Wahnsinn ist das“, kann er nur wiederholen. Andere sehen dies wohl ähnlich, denn am Dienstag waren die Baken von Unbekannten zur Seite gerückt. Selbst Lüdersfelds Bürgermeister Wilfried Schröder zweifelt den Sinn dieser Vollsperrung an.

 Nach Meinung von Ranck und Wilkening ist sie an der Stelle überhaupt nicht nötig, denn der liegt mitten in der Sperrzone, die wegen der Umleitung zum B65-Ausbau bei Vornhagen für rund vier Wochen eingerichtet wurde. Ab Lüdersfeld an der Kreuzung Hülsebrink/Am Landweg dürften laut dortiger Beschilderung ohnehin nur Anwohner in diesem Teil unterwegs sein. Von der B65 aus kommen Autofahrer gar nicht erst dort hin.

 Der Landkreis hat die Vollsperrung zwischen den Orten angeordnet. Grund seien die Erfahrungen aus der vorherigen Baumaßnahme an der Bundesstraße bei Vornhagen und die Bitte der Stadt Stadthagen, zu der Probsthagen gehört. Kreissprecher Klaus Heimann hält dies auch für sinnvoll, weil sich dort Lastwagen schwerlich begegnen oder durch die schmalen Straßen rangieren können.

 Günter Steierberg vom Straßenverkehrsamt erinnert sich noch an die letzte B65-Baustelle. „Da sind die Leute so weit wie möglich gefahren und haben die Straße als Abkürzung erkannt.“ Das sind auch die Erfahrungen von Ursula Schweer, Ortsvorsteherin in dem 375-Einwohner-Dorf Probsthagen. „Die Navis leiten ja alle da hin“, spricht sie über Lkw, die sich seinerzeit durch den Ort zwängten.

 Ranck klagt hingegen: „Ich kann doch mit 40 Litern Blumenerde auf dem Fahrrad nicht zum Friedhof fahren.“ Aber selbst wenn sie es könnte, darf sie auch das nicht, darauf weist der Landkreis hin. Denn das Verbotsschild an den Sperrbaken bedeutet „Verbot für Fahrzeuge aller Art“, also auch für Fahrräder. bab

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