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27 Stunden zu wenig

Unterrichtsversorgung 27 Stunden zu wenig

Beschwerden über die Unterrichtsversorgung an der Lindhorster Grundschule gehören derzeit zur Tagesordnung. Es fehlt an Lehrerstunden und die angekündigten Abordnungen sind noch nicht in vollem Umfang im Einsatz.

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Die Unterrichtsversorgung an der Lindhorster Grundschule steht auf wackeligen Beinen.

Quelle: bab

SAMTGEMEINDE LINDHORST. Matthias Johst, Vorsitzender des Elternrates und Mitglied im Schulausschuss, machte seinem Unmut in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Luft. Zuvor hatte Cerstin Bayer (SPD) Schulleiter Hubert Sagel nach der Unterrichtsversorgung gefragt.

Daraufhin gab Sagel einen Überblick über den aktuellen Stand. Jedenfalls berichtete er, was er offiziell erzählen durfte. Denn die Landesschulbehörde habe ihm untersagt, die Soll-Stunden sowie die Unterrichtsversorgung in Prozent zu nennen, was im Ausschuss kein gutes Licht auf die Schulbehörde warf. Ulf Dönau (Grüne): „Es macht mich nachdenklich, dass es dem Schulleiter untersagt ist, die Zahlen herauszugeben.“ Johst kritisierte die fehlende Transparenz und das Vorgehen der Behörde scharf: „Die Landesschulbehörde hat offenbar nicht ihre Hausaufgaben gemacht“, kritisierte er.

Mangelnde Transparenz

Nach Angaben von Sagel gebe es zum Einen die Soll-Lehrer-Stunden, die einer Schule aufgrund von Größe, Konzept und weiteren Kriterien zustehen. Darüber dürfe er keine Angaben machen. Die Ist-Stunden seien die Stunden, die tatsächlich vorhanden sind.

„Aktuell fehlen 27 Stunden zum Soll“, sagt Sagel, der hofft, dass bald wieder ein „vernünftiger Unterricht“ sichergestellt werden kann. Bis kurz vor Schuljahresbeginn habe es mit zwei bis drei Stunden unter dem Soll noch gut ausgesehen. Von der Landesschulbehörde sei zum Schulstart zusätzliches Personal zugesichert worden – auch durch Abordnungen von Gymnasien.

Davon sei nur ein Teil tatsächlich gekommen. Zudem sollte eine Sprachlehrkraft anfangen, die dann doch nicht eingestellt werden durfte. Sagel hofft jetzt, dass in den kommenden zwei Wochen weitere Abordnungen nach Lindhorst gesandt werden.

Unterrichtsversorgung noch nicht ermittelt

Die Landesschulbehörde gibt auf SN-Nachfrage an: „Wir sind an dieser Schule noch dran.“ Vier Stellen dort hätten besetzt werden sollen, aber nur zwei Lehrer seien eingestellt worden. Da die Unterrichtsversorgung derzeit in vielen Teilen des Landes sichergestellt werden müsse – unter anderem mit Abordnungen von Gymnasien (wir berichteten), habe die Behörde eine Menge zu tun. Auch für Lindhorst werden weitere Abordnungen geprüft.

Zu dem Vorwurf, dass die Behörde der Schulleitung untersage, über die Unterrichtsversorgung zu sprechen, sagte die Pressesprecherin: Die Unterrichtsversorgung werde ohnehin noch ermittelt – der Stichtag sei dieses Schuljahr der 17. August. Bis dahin gebe es nur „interne Planungswerte“. „Wir raten den Schulleitern, diese Planungswerte nicht herauszugeben“, so die Sprecherin der Behörde. Die Zahlen könnten sich stündlich, gar minütlich ändern. kil

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