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Samtgemeinde Lindhorst Barrierefrei auf den Bürgersteig
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Barrierefrei auf den Bürgersteig
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00:17 24.06.2017
Hans-Georg von Fersen (links) und Manfred Völker vom Seniorenbeirat wollen, dass die Übergänge an den Gehwegen barrierefrei gestaltet werden. Quelle: bab
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SAMTGEMEINDE LINDHORST

Der Vorsitzende des Beirates, Manfred Völker, berichtet, dass dazu zunächst alle Bürgermeister der Mitgliedskommunen angeschrieben worden seien. Der Beirat will dann mit den Bürgermeistern aus Beckedorf, Heuerßen, Lindhorst und Lüdersfeld Gespräche führen, um Konzepte für eine mögliche Umsetzung zu erarbeiten. Ziel sei es, in den Gemeinden Schwerpunkte festzulegen. Die betroffenen Bereiche sollen in einem festgelegten Zeitrahmen abgearbeitet werden.

„Nicht nur Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl haben besondere Anforderungen. Auch sehbehinderte und gehörlose Menschen haben Ansprüche an die Gestaltung der Umwelt“, meint Völker. Es gehe bei Barrierefreiheit nicht allein um die besonderen Anforderungen für spezielle Gruppen von Menschen. „Von barrierefreien Umbaumaßnahmen profitieren nicht nur Menschen mit einem Handicap oder Mütter und Väter mit einem Kinderwagen, sondern alle“, verdeutlichet der Vorsitzende.

Das neue Projekt resultiert laut Völker daraus, dass sich vermehrt Menschen bei Veranstaltungen des Seniorenbeirates an die Vertreter des Gremiums gewandt und Handlungsbedarf angemahnt haben. bab

Auch Lindhorster Gemeinderat baut Hürden ab

Der Gemeinderat Lindhorst hat bei seiner jüngsten Sitzung mit Mehrheit dafür gestimmt, sich zu öffentlichen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse künftig nicht mehr im Ratssaal zu treffen. Der Grund ist, dass dieser im Dachgeschoss der Samtgemeindeverwaltung liegt und nur über eine Treppe erreicht werden kann. Nach einer kurzen, kontroversen Diskussion sprach sich der Rat bei drei Enthaltungen dafür aus, künftig in barrierefrei zugänglichen Räumen zu tagen. Ratsherr Matthias Hinse (fraktionslos, Die Linke) hatte zwar den entsprechenden Antrag gestellt, dies war jedoch eigentlich überflüssig. „Das haben wir vor zwei Jahren schon beschlossen“, erinnerte Cerstin Bayer (SPD) an eine Entscheidung des Rates. Hinse kritisierte, dass die Gemeinde die Umsetzung immer wieder verzögere. „Wir schieben das vor uns her“, sagte er. Er wolle nicht mehr hinnehmen, dass eine Gruppe von Menschen von den Sitzungen ausgeschlossen werde und forderte mit Nachdruck, den Beschluss umzusetzen.

Da der Mehrzweckraum im Lindhorster Gemeindehaus an der Bahnhofstraße 55 zurzeit anderwertig genutzt wird, sollen die Sitzungen in den Hof Gümmer gelegt werden. Dies war auch der Kritikpunkt: Da das Gemeinschaftshaus oft schon belegt sei, könne es zu Belegungsproblemen kommen. bab

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