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Samtgemeinde Lindhorst Bekenntnis zum Bad ist das Wichtigste
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Bekenntnis zum Bad ist das Wichtigste
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00:16 15.04.2017
Andreas Günther (von links), Dirk Janke, Christopher Sendler und Schwimmmeister Andreas Baum berichten im Hallenbad über den Sanierungsstand. Quelle: bab
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Samtgemeinde Lindhorst

Dafür ist er aber zufrieden mit dem Fortschritt beim Einbau der neuen Belüftungsanlage. Diese werde durch Wärmerückgewinnung viel Heizkosten einsparen, meint der Samtgemeindebürgermeister.

Die Investitionssumme für den Einbau der Lüftungsanlage hat die Samtgemeinde auf 260.000 Euro festgesetzt. „Damit werden wir auch hinkommen“, sagt Günther, der zusammen mit seinem Mitarbeiter Christopher Sendler aus dem Fachbereich Bauen die Maßnahme vorgestellt hat. Die energetische Sanierung wird durch Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm geschultert. Die Eigeninvestition der Samtgemeinde liege bei rund 140.000 Euro, überschlägt der Verwaltungschef.

Die Umsetzung verläuft terminlich nicht ganz planmäßig. Günther begründet dies mit längeren Lieferzeiten. Statt am 1. Mai solle das Hallenbad nun am 8. Mai öffnen, aber auf jeden Fall „rechtzeitig zur Freibadesaison“.

Ein Drittel weniger Energiekosten

Lüftungsbauer Dirk Janke hat jedenfalls genug zu tun bis dahin. Der Experte schätzt, dass die neue Lüftungsanlage ein Drittel weniger Energiekosten verursacht als die alte. Mit der warmen Innenluft werde im Wärmetauscher die zugeführte Frischluft erwärmt. „Die alte Anlage hat die warme Luft einfach so in die Natur geblasen“, sagt Günther, der hofft, dass die Investitionskosten sich schnell amortisieren werden. Janke erinnert zudem daran, dass auch der Betrieb der Belüftung durch moderne Motoren sparsamer sei. Um möglichst viel Wärme nutzen zu können, werden die Lüftungsrohre isoliert.

Wann mit der Vertiefung des Beckens durch eine sogenannte Aufkantung begonnen werden kann, steht noch in den Sternen. Es muss nun eine neue Ausschreibung geben. „Wir schreiben jetzt auch normale Fliesenleger an“, sagt Sendler. Für diese Maßnahme sind zusätzlich 40.000 Euro im Haushalt vorgesehen. Die tiefste Stelle des 12,5 mal acht Meter großen Beckens soll von 1,27 Meter auf 1,57 Meter geändert werden.

Die Änderung sei vor allem wegen der dort stattfindenden Kurse entschieden worden. Für größere Menschen reiche die derzeitige Tiefe bei bestimmten physiotherapeutischen Übungen nicht aus. „Die Maßnahmen waren eigentlich überfällig“, meint Günther, dem als Samtgemeinde-Chef vor allem die Planungssicherheit am Herzen liegt. „Das wichtigste ist die einmütige politische Aussage: Wir wollen unser Bad erhalten“, sagt er. bab

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