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Samtgemeinde Lindhorst Bürgerbus will Netz ausweiten
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Bürgerbus will Netz ausweiten
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00:16 14.04.2016
Unterwegs für die Samtgemeinde: Siegfried Schäfer und andere Ehrenamtliche bringen Bürger sicher nach Hause. geb
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Lindhorst

Ob für den Einkauf oder den Arztbesuch – wo der Linienplan der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) Lücken lässt, steigen die Bewohner der Samtgemeinde gerne in den Bürgerbus. Der ist nämlich nicht nur bis zu vier Mal täglich verfügbar, sondern lässt auch kaum einen Ortsteil auf seinen Linien aus. So schätzt auch Familie Glatzel die bequeme Alternative mit Haltestelle vor der Haustür. „Die Organisation ist einfach Klasse“, lobt Ellen Glatzel. „Der Fahrplan lässt einem ideal Zeit für einen Einkauf und noch einen gemütlichen Kaffee. Danach kommt man schon wieder mit demselben Bus nach Hause, ohne noch Stunden warten zu müssen“, findet auch Sohn Paul.

Viele andere Fahrgäste scheinen ihre Meinung zu teilen: Im ersten Jahr konnte der Bürgerbus mehr als 1400 Leute befördern, für 2016 sind sogar 2000 angestrebt.

Schäfer ist Fahrer der ersten Stunde und hat bei einer Tour pro Woche den Spaß am Fahren noch nicht verloren. Wer bei ihm einsteigt, kann auch mal mit einem Scherz rechnen oder wird als Passant auf der Straße gegrüßt. „Da geht unser 1000. Fahrgast“, bemerkt er winkend bei der Fahrt durch Heuerßen.

„Viele haben kein eigenes Auto, ohne den extra Transport würden hier manche Leute in den Dörfern verhungern“, meint der pensionierte Metallarbeiter. Viele nutzen das Angebot mehrmals wöchentlich.

Während sich die SVG-Linien an den Hauptstraßen orientieren, wird der Bürgerbus zum Bindeglied der einzelnen Dörfer. „Das meist frequentierte Ziel unserer Fahrgäste ist der Gümmersche Hof“, erklärt der ehrenamtliche Fahrer.

Im August sollen elf weitere Haltestellen dazu kommen und der 80 Mitglieder starke Verein hofft, im Sommer viele Badegäste zum Lindhorster Freibad Solabali befördern zu können. Neben den lokalen Sponsoren unterstützt das Land Niedersachsen das Projekt zu 75, der Landkreis zu 25 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte der Verein sogar einen leichten Überschuss erzielen. geb

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