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Decker: Wollen erklären, was Sache ist

Erdgasförderung in Schaumburg Decker: Wollen erklären, was Sache ist

Die geplante Erdgasförderung im Landkreis Schaumburg sorgt weiter für reichlich Gesprächsstoff. Die Firma Lauenhagen Gas aus Gelsenkirchen plant, in den ehemaligen Schachtanlagen Lüdersfeld und Beckedorf Erdgas aus Spalten, Ritzen und anderen Zwischenräumen zu fördern.

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LINDHORST/ NIEDERNWÖHREN. Gegen die Pläne gibt es heftigen Widerstand aus Teilen der Bevölkerung, etwa der Umweltgruppe Wiedensahl. Die dortigen Verantwortlichen verweisen unter anderem auf mögliche Umweltschäden.

Bemängelt wird auch die Informationspolitik des Unternehmens sowie des Landkreises. Diese rückten mit den Informationen über die Förderung nicht richtig heraus, lautet einer der im Raum stehenden Vorwürfe. Gefordert wird ein gegenseitiger Austausch, an dem auch Vertreter aus der Bürgerschaft beteiligt sein sollen. Zudem wurde spekuliert, es gebe längst Pläne, die über den Status der für Anfang nächsten Jahres geplanten Probebohrungen hinausgingen.

Gespräche, die dem gegenseitigen Austausch sowie dem Ausräumen von Vorurteilen und Ängsten der Bevölkerung dienen sollen, sind für den Januar anberaumt. Das sagt Stefan Decker, Geschäftsführer der LauenhagenGas GmbH: „Diese Unterredungen werden in der dritten Kalenderwoche des kommenden Jahres in Lüdersfeld stattfinden.“ Ein konkreter Ort sowie eine genaue Uhrzeit für die Veranstaltung, zu der alle Interessierten kommen können, steht momentan noch nicht fest.

"Wir arbeiten transparent, machen nichts Verbotenes.“

Den Vorwurf, sein Unternehmen informiere nicht über die Planungen, will er keinesfalls so stehen lassen: „Wir sind durch den gesamten Landkreis gereist, haben uns dort mit Einwohnern und Behörden unterhalten. Wir arbeiten transparent, machen nichts Verbotenes.“ Darüber hinaus seien die gesetzlichen Bestimmungen bei der Erdgasförderung ziemlich rigoros. Decker: „Wir müssen eine ganze Reihe an Genehmigungen einholen, warten derzeit noch auf einige Zulassungen.“

Als überaus ärgerlich empfindet er die Aussage der Bürgerinitiative, dass alle 2000 Meter ein Bohrturm aufgestellt werden müsse: „So etwas ist völliger Blödsinn. Wir werden dort lediglich ein kleines Baugerüst aufbauen, welches nach wenigen Wochen wieder weg sein wird.“ Laut Internetauftritt werden die Arbeiten etwa sechs bis acht Wochen andauern und mit einem 34 Meter hohen Bohrturm vorgenommen. Der Bohrplatz hat eine Größe von rund 3600 Quadratmetern. Außerdem werde auch nicht der Boden, unter welchem bis in die 1960er Jahre hinein Kohle gefördert wurde, durch die Erdgasförderung belastet. Decker: „Die Arbeiten werden jenseits der Stellen stattfinden, an welchen einst die Kohleförderung vorgenommen wurde.“ Da das Unternehmen an anderen Orten tätig sei, hegt Decker auch keine Ängste wegen etwaiger rechtlicher Streitigkeiten. Die Umweltinitiative hatte die Befürchtung geäußert, mögliche Schäden könnten nicht mehr zugeordnet werden, da unklar sei, ob sie durch den Bergbau oder die Erdgasförderung entstanden seien.

Weitere Informationen seien über die Internetpräsenz der Firma aus dem Ruhrgebiet (www.lauenhagengas.de) erhältlich. ano

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