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Die nächsten Jahre werden teuer

Samtgemeinde investiert Die nächsten Jahre werden teuer

Während das Jahr 2016 im investiven Bereich für die Samtgemeinde Lindhorst eher ruhig verlaufen ist, stehen in den kommenden Jahren zahlreiche große Projekte an, die die Kommune einiges kosten werden.

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Das Hallenbad bekommt eine neue Lüftungsanlage, zudem wird der Beckenrand angehoben.

Quelle: kil

Samtgemeinde Lindhorst. Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (SPD) rechnet mit Investitionen von rund zwei Millionen Euro bis 2019, sagt er im SN-Gespräch.

 Als „schwierig“ erachtet Günther die Finanzlage der Mitgliedsgemeinden, die besonders durch die Finanzierung der Kindergärten belastet würden. Um die Aufnahme von Krediten komme aber auch die Samtgemeinde in den kommenden Jahren nicht herum. Positiv: Der Schuldenstand der Kommune werde zum Jahresende trotzdem auf unter drei Millionen sinken.

Rathaus:   Einen großen Brocken bilden 2017 die geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus. Insgesamt rechnet die Verwaltung hier mit mindestens 100000 Euro. „Es ist wichtig, dass unsere öffentlichen Einrichtungen in Schuss sind“, betont Günther. Viele Jahre sei in diesem Bereich zu wenig gemacht worden.

 Zum Einen müssen Feuchtigkeitsschäden am Gebäude behoben werden. Zudem soll 2017 der Ratsbeschluss umgesetzt werden, das Rathaus barrierefrei zu gestalten. Diesen Antrag hatte der Senioren- und Behindertenbeirat der Samtgemeinde 2016 gestellt. Was soll gemacht werden: Die Hürden am Eingang des Rathauses sollen beseitigt werden. Dazu sollen automatisch öffnende Türen eingebaut werden. Damit Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, problemlos alle Fachbereiche erreichen können, werde am Eingang eine Servicestelle eingerichtet. Dort können die Besucher je nach Anliegen mit dem zuständigen Mitarbeiter sprechen. Alles zusammen werde voraussichtlich fünf Monate in Anspruch nehmen.

Hallenbad:  Das Solabali braucht eine neue Lüftungsanlage. Diese schlägt 2017 allein mit 260000 Euro zu Buche. Die Kommune habe Glück, Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm in Höhe von fast 140000 Euro für diese Maßnahme zu erhalten, berichtet Günther. Die Lüftungsanlage sei bereits seit 20 Jahren nicht mehr erneuert worden.

Die Politiker stünden hinter dem Solabali. „Alle stehen zum Bad“, meint der Samtgemeindechef. Weitere 40000 Euro investiert die Kommune in die Erhöhung des Beckenrands um 30 Zentimeter. So soll die Wassertiefe – dem Wunsch vieler Badegäste entsprechend – zunehmen. Gut 3500 Liter mehr soll das Becken künftig fassen. Günther rechnet damit, dass die Arbeiten im Hallenbad bis zur Freibadsaison Mitte Mai abgeschlossen sind.

  Feuerwehrgerätehaus Lüdersfeld:  Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die fusionierenden Ortsfeuerwehren Lüdersfeld und Vornhagen soll 2017 beginnen. Günther hofft, „dass zumindest noch der Grundstein gelegt werden kann“. Spätestens Mitte 2018 sollen die Brandschützer dann ihr neues Haus beziehen können. „Es handelt sich hier um einen Beschluss aus dem Jahr 2010“, macht Günther klar, wie lange dieses Vorhaben bereits in der Warteschleife ist. Als Nächstes stehe jetzt der Grunderwerb der rund 4000 Quadratmeter großen Fläche im „englischen Rad“ an. Anschließend könne das Planungsbüro beauftragt, der Flächennutzungsplan angepasst und der Bebauungsplan aufgestellt werden. Insgesamt koste das Projekt etwa eine Million Euro, inklusive Grunderwerb.

Beckedorfer Hauptstraße:  Der noch nicht sanierte Teil der Beckedorfer Hauptstraße soll erst 2018 in Angriff genommen werden. Zwar handelt es sich um eine Landesstraße, da die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln aber mit zahlreichen Projekten überlastet ist, hat die Behörde die Samtgemeinde gebeten, sich um die Ausführung zu kümmern. „Die Kosten bleiben beim Land.“ Im Haushalt 2017 seien die Mittel für die Planung – Planungs- und Ausführungsauftrag, Kanaluntersuchungen – eingestellt. „Da dies seine Zeit benötige und wir keine Winterbaustelle haben wollen“, werde der Endausbau Anfang 2018 erfolgen. Die Kosten für die notwendigen Kanalarbeiten, die die Samtgemeinde trägt, werden im Etat 2018 berücksichtigt.

 Sachsenhäger Straße:  Die Kanalisation an der Sachsenhäger Straße will die Samtgemeinde voraussichtlich erst 2019 erneuern. Lediglich für die im Vorfeld nötigen Untersuchungen seien dafür im Etat 2017 Kosten eingeplant. kil

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