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Ehepaare bald buchstäblich „frisch gebacken“

Lindhorst / Trauungsort Ehepaare bald buchstäblich „frisch gebacken“

In der Samtgemeinde Lindhorst können sich frisch vermählte Paare künftig mit Fug und Recht als „frisch gebacken“ bezeichnen. Wenn sie denn die neue Trauungsstelle der Kommune als Ort für das Ja-Wort auswählen: Das Mehrzweckbackhaus an den Eichhöfen.

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Wo bei der Eröffnung noch die Vertreter aus Politik und Vereinsleben standen, dürften in Kürze auch junge Eheleute zu sehen sein.

Quelle: gus

Lindhorst (gus). Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther berichtete dem Samtgemeinderat, dass das in 2011 fertiggestellte Backhaus ab sofort als Ort für Eheschließungszeremonien zulässig ist. Die Ratsmitglieder mussten darüber nicht abstimmen, sie wurden lediglich von der Verwaltung in Kenntnis gesetzt. Zuvor war der Schritt mit dem Eigentümer des Fachwerkhauses, der Trachtengruppe Lindhorst, vereinbart worden.

Damit schafft sich die Kommune eine Attraktion, die die Trauungen des eigenen Standesamts zahlenmäßig nach oben treiben dürfte. Auch in den umliegenden Kommunen sind längst nicht mehr nur die Amtsstuben für standesamtliche Hochzeiten zulässig. Immer mehr Paare wollen offenbar auch diesen Teil der Eheschließung als Ereignis mit entsprechendem Rahmen feiern. Dass der offizielle Akt im Vergleich zur kirchlichen Hochzeit eher nüchtern ausfällt, ist demnach nicht mehr die Regel.

So ist in Bad Nenndorf bereits seit Jahren das Schlösschen im Kurpark ein beliebter Ort für Trauungen. Die Samtgemeinde Nienstädt lässt ihre Standesbeamten seit 2011 in der Leibzucht des Hofs Gottschalk in Kirchhorsten Paare verheiraten. Die Leibzucht ist ein mit EU-Fördergeld restauriertes Fachwerkhaus auf dem landwirtschaftlichen Hof der Familie Gottschalk.
Die Samtgemeinde Niedernwöhren bietet als Alternative zum Trauzimmer des Verwaltungsgebäudes sogar zwei Alternativen für Heiratswillige an: Das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl und das Lauenhäger Bauernhaus. Letztgenanntes ist das offiziellen Angaben zufolge älteste Fachwerkhaus des Landkreises Schaumburg und wurde vor wenigen Jahren mit viel Liebe zum Detail restauriert.

Dass Paare den Ort für ihre standesamtliche Eheschließung frei wählen können, hatte im Herbst 2011 zu dem Kuriosum geführt, dass eine Frau und ein Mann aus Neustrelitz sich in der Lindhorster Amtsstube trauen ließen. Der Grund: Der Familienname des Ehemannes, den die Braut annahm, lautete Lindhorst.

Gut möglich, dass sich also künftig mehr Paare für die Samtgemeinde als Vermählungsort entscheiden. Dann aber nicht wegen des Namens, sondern wegen des schicken Mehrzweckbackhauses in der malerischen Umgebung. Das Trauzimmer im Rathaus steht selbstverständlich weiterhin zusätzlich zur Verfügung.

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