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Feuerwehr wird beerdigt

Samtgemeinde Lindhorst Feuerwehr wird beerdigt

Die Ottenser Ortswehr wird im kommenden Jahr aufgelöst. Das hat der Samtgemeinderat bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beschlossen.

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Samtgemeinde Lindhorst. Ab dem 1. Juli wird es in der Gemeinde Lindhorst nur noch eine Feuerwehr geben. Das Datum wurde gewählt, weil es mit dem Ablauf der Amtszeit von Ottensens Ortsbrandmeister Matthias Blume zusammenfällt.

Obwohl die Details im Vorfeld und bei der Feuerschutzausschusssitzung besprochen wurden, reichten SPD-Fraktionssprecher Heinz-Dieter Lauenstein die Informationen der Feuerwehr noch nicht aus, deshalb stellte er den Antrag auf Sitzungsunterbrechung. Ottensens Ortsbrandmeister Blume und dessen Lindhorster Kollege Jörg Böhnke, die als Zuhörer anwesend waren, sollten über die Situation berichten. Die Mehrheit der anwesenden Ratsmitglieder lehnte die Unterbrechung mit elf Stimmen ab.

„Ich habe ein ziemlich ungutes Gefühl, wenn wir durch Beschluss eine Feuerwehr auflösen“, hatte Lauenstein begründet, da er das Gefühl habe, dass dies gegen den Willen einiger Kameraden geschehe. Lauenstein fragte, ob es nicht möglich sei, „dass Kompromisslinien aufgezeigt werden“.

Burkhard Pieper, Sprecher der CDU-Fraktion, war allerdings der Meinung, dass der Worte genug gewechselt worden sind. „Es sind viele Gespräche geführt worden“, sagte Pieper, „die Leute, die weiter ihren Dienst in der Feuerwehr leisten wollen, können sich in Lindhorst, Beckedorf oder in einer anderen Feuerwehr zusammenfinden.“ Damit wollte Pieper nicht nur der Beschlussempfehlung folgen, sondern auch der ursprünglichen Abmachung, dass sich alle Seiten an die Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplans halten. „Wir stehen zum Feuerwehrbedarfsplan.“

„Ich will nicht verschweigen, dass dies ein schwieriger Entschluss war“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther den Beschlussvorschlag der Verwaltung und wehrte sich dagegen, dieses als rigoros zu betrachten. „Das ist totaler Unsinn. Wenn die Zusammenführung nicht gelingt, bleibt ja gar nichts anderes“, verwies auch er auf die Abmachung, den Bedarfsplan einzuhalten. Er sei Blume und Böhnke dankbar, dass sie versucht hätten, den Kameraden aufzuzeigen, wo auch Vorteile in einer Fusion gelegen hätten. „Das ist uns nicht gelungen“, bedauerte der Samtgemeindechef und nannte den Grund: Es sei der Tatsache geschuldet, dass die Ottenser Kameraden „nicht über den Tellerrand hinausgucken und sehen, was für Chancen darin liegen“.

Nach der Sitzung bestätigte Böhnke, dass nur wenige Ottenser bisher die Einladung angenommen hätten, bei der Lindhorster Feuerwehr an Diensten teilzunehmen, sich umzuschauen und vielleicht Freude an der besseren Ausstattung zu bekommen. Im Gegenteil sind fast die Hälfte der Ottenser bereits von der Fahne gegangen. Dies bestätigt Blume. Von den 19 aktiven Feuerwehrmitgliedern in Ottensen seien bereits neun ausgetreten. bab

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