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Grünen-Ratsherr kehrt Kollegen den Rücken

Hinse will aus der Fraktion austreten Grünen-Ratsherr kehrt Kollegen den Rücken

Matthias Hinse, Fraktionsvorsitzender und Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Samtgemeinderat und im Lindhorster Gemeinderat will der Fraktion in der nächsten Ratsperiode den Rücken kehren. Das hat Hinse auf Anfrage der Schaumburger Nachrichten bestätigt.

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Samtgemeinde Lindhorst. Der Grund sei unter anderem der Kuschelkurs der Kommunalwahlkandidaten seiner Partei mit der CDU und die Art der Aufstellung der Listen, die Hinse jetzt für die „falsche Taktik“ hält. Entzündet habe sich der Streit bei der letzten Fraktionssitzung, wie Hinse erklärt. „Da hat es richtig gekracht.“

Die Stimmung sei aufgeladen gewesen, sagt der Ratsherr. Er und Jens Harmening aus Beckedorf seien die einzigen gewesen, die kritisch mit der Aufarbeitung der Wahlstrategie umgegangen seien. Er hat den Eindruck, als gebe es kein „Wir“ mehr innerhalb der Grünen, sondern nur noch Einzelinteressen. Sogar von mangelnder Fairness unter den Grünen redet der Lindhorster.

„Außerdem hat es dem Fass den Boden ausgeschlagen, dass ich mich mit dem SPD-Bürgermeister Hans-Otto Blume getroffen habe“, glaubt er. Für Hinse ein ganz normales Sondierungsgespräch nach einer Wahl, um auszuloten, welche Möglichkeiten die großen Fraktionen den Grünen bei einer etwaigen Zusammenarbeit eröffnen. Es sei unter anderem um den zweiten stellvertretenden Bürgermeisterposten gegangen. Hinse räumt ein, dass er bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen auch für den CDU-Bürgermeister stimmen würde, um mit diesem „etwas Neues auf die Beine zu stellen“. Aber er hätte „nie von einer Koalition gesprochen“ und will inhaltlich selbstständig bleiben.

Hinse hat sich bereits bei der Landesgeschäftsstelle der Grünen erkundigt, ob er als Parteimitglied die Fraktion verlassen könne. Dies sei ihm bestätigt worden. „Jetzt muss ich überlegen, wie ich mich aufstelle“, sagt er. Als Einzelkämpfer habe er in Ausschüssen kein Mitspracherecht, möchte aber mitwirken. Hinse schließt nicht aus, sich einer der großen Fraktionen anzuschließen.
Stefanie Sonnekalb-Unruh, Hinses Stellvertreterin bei den Lindhorster Grünen, kann Hinses Verhalten weder erklären noch nachvollziehen. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagt sie.   bab

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