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Samtgemeinde Lindhorst Grünes Licht für Fusionsgespräche
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Grünes Licht für Fusionsgespräche
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00:18 28.06.2018
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Samtgemeinde Lindhorst

Während in Sachsenhagen noch kein endgültiger Beschluss dazu gefallen ist, haben die Niedernwöhrener bereits mehrheitlich einer Aufnahme von Gesprächen mit Lindhorst und Sachsenhagen zugestimmt.

Bis auf Matthias Hinse (fraktionslos, Die Linke) waren die Ratsmitglieder offen für Gespräche. Hinse wiederholte seine Stellungnahme, die er bereits im Lindhorster Gemeinderat abgegeben hatte. Sachsenhagen finde er schön, Niedernwöhren auch, Gespräche über Fusionen hält er trotzdem für unangebracht.

Weniger Demokratie?

Auch, wenn er in Teilen Synergieeffekte sehen könne, glaubt er nicht, „dass das alle Probleme der kommunalen Finanzen lösen werde“. Hinse fürchtet durch eine Fusion ein Stück „gewohnte Demokratie“ zu verlieren.

Grundsätzlich würde es ihn freuen, auch mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten. Aber wie würde die Arbeit der Mandatsträger in einer größeren Einheit aussehen? „Wird die Arbeit dann mehr? Haben wir dann noch Lust darauf?“

Dieter Wall (SPD) sagte: „Ich bin kein Fan der Fusion“, dennoch erklärte er sich mit Gesprächen einverstanden. „Damit können wir nichts falsch machen.“ Bei aller Euphorie glaube er allerdings, dass bei den Finanzen am Ende nicht nur ein Plus stehen könnte.

Überzeugt, aber keine Beweise

Ulf Dönau (Grüne) begrüßt die Aufnahme von Verhandlungen, hält es aber für nicht optimal, nur die Option mit Sachsenhagen und Niedernwöhren in Betracht zu ziehen. Horst Schimmelpfennig berichtete aus der SPD-Fraktion: Die Gemeinderäte hätten mehrheitlich für die Verhandlungen gestimmt, da wäre es „Quatsch, wenn wir die Gespräche ablehnen“.

Jörg Windheim (CDU) bat die Verwaltung darum, parallel zu den Gesprächen auch Erfahrungswerte von anderen Fusionen einzuholen. Günther kündigte an, dass bereits ein Besuch bei erfolgreich fusionierten Kommunen geplant sei.

Günther selbst ist ein Befürworter der Fusion. Er sei davon überzeugt, dass dies der richtige Weg sei, könne es aber nicht beweisen. So oder so, meint er, könnten die Verhandlungen nur hilfreich sein, die Strukturen in den Kommunen zu optimieren. kil

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