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Samtgemeinde Lindhorst Grundschule Beckedorf bleibt – erst mal
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Grundschule Beckedorf bleibt – erst mal
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16:44 04.12.2012
Die Lindhorster Grundschule verfügt ab 2013 über ein Ganztagsangebot – was die Grundschule Beckedorf Schüler kosten könnte. Quelle: rg
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Samtgemeinde Lindhorst (jcp)

Etwa 95 000 Euro wären demnach fällig, um die Grundschule Beckedorf den Vorgaben des Landes entsprechend ganztagsfit zu machen. Auch der Möglichkeit eines Fahrdienstes, der die Kinder zum Mittagessen von Beckedorf nach Lindhorst bringt, erteilten die Ratsherren eine Absage – die Beschlussvorlage führt an dieser Stelle „Zumutbarkeit für Kinder und Eltern“ und „Bedenken in pädagogischer Hinsicht“ als Argumente ins Feld.
Die Grundschule Beckedorf bleibt also eine „normale“ Grundschule – was ihr zum Verhängnis werden könnte: Denkbar wäre nämlich, dass auch Beckedorfer Eltern ein Ganztagsangebot wahrnehmen möchten und ihre Kinder entsprechend nach Lindhorst schicken. Die Schülerzahlen am Standort Beckedorf sänken noch schneller. Auch im Rat hieß es, die Beckedorfer Schule bleibe erhalten – gezwungenermaßen aber nur, solange die Nachfrage das ermögliche.
Vor diesem Hintergrund enthielt sich bei der Abstimmung CDU-Ratsherr Jens Bremer. Bei aller zwingenden Logik der Beschlussvorlage hätte er als Beckedorfer sich eine intensivere Suche nach Möglichkeiten für die Grundschule „seiner“ Gemeinde gewünscht. „Der Bedarf ist vielleicht im Moment nicht da, aber das kann sich doch von heute auf morgen ändern“, begründete Bremer seine Zurückhaltung bei der Abstimmung.
Dem Beschluss entsprechend wird die Grundschule Lindhorst eine „Offene Ganztagsschule mit Hortbetreuung“. Es gibt ein Mittagessen und Obhut bis 17 Uhr. „Das angestrebte Modell […] unterscheidet sich damit erheblich von der Mehrzahl der Ganztagsbetreuungsangebote“, heißt es in der Vorlage. Nach Auffassung der Verwaltung sei berufstätigen Eltern mit einer Betreuung bis 15 Uhr „nicht ausreichend gedient“. Die angeschlossene Hortbetreuung erkläre sich zudem mit den „Unwägbarkeiten in den Mitgliedsgemeinden“, deretwegen sie nach dem Willen der Verwaltung „nur auf Ebene der Samtgemeinde vorgehalten“ werden sollte.

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