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Hinse-Idee zündet nicht

Wer soll Gemeindedirektor werden? Hinse-Idee zündet nicht

Die Idee von Matthias Hinse (Grüne), den Posten des Lindhorster Gemeindedirektors aus den Reihen des Rates zu besetzen, stößt nicht auf Zustimmung.

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LINDHORST.   Hinse, der sich selbst als „Querdenker“ bezeichnet, hat vor der konstituierenden Sitzung des neuen Lindhorster Gemeinderates andere Modelle der Gemeindearbeit angestoßen. Er könne sich vorstellen, den Gemeindedirektorposten mit jemandem aus dem Rat zu besetzen, um die Verwaltung zu entlasten.

„Warum sollen die Leute aus dem Lindhorster Rat das nicht hinkriegen?“, fragt sich Hinse. „Wir lassen Möglichkeiten liegen“, findet der Grünen-Ratsherr, der kürzlich angekündigt hatte, künftig nicht mehr mit den anderen gewählten Parteikollegen in einer Fraktion arbeiten zu wollen. „Dann hätten wir zwei Leute aus dem Rat, die Gemeindearbeit machen“, plädiert er dafür, in Lindhorst den Posten des Bürgermeisters und des Gemeindedirektors auf zwei Personen zu verteilen. Denn in den Mitgliedsgemeinden Beckedorf, Heuerßen und Lüdersfeld herrscht noch Eingleisigkeit. Das heißt, die Bürgermeister übernehmen nicht nur repräsentative Aufgaben, sondern auch die Verwaltungsleitung.

Doch mit seiner Idee steht Hinse offensichtlich noch alleine da. Bürgermeister Hans-Otto Blume, der diesen Posten auch die nächsten Jahre ausfüllen möchte, hält die Aufgaben in Lindhorst für zu komplex. „Dazu ist aus meiner Sicht die Gemeinde Lindhorst zu groß. Ich halte den Arbeitsaufwand, der da ansteht nicht für umsetzbar“, sagt Blume. Er selbst jedenfalls schließe für sich aus, die Verwaltung zu übernehmen.

Auch der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes, Burkhard Pieper, schließt sich der Meinung Blumes an. „Das sehe ich genauso“, sagt er zu dessen Einschätzung. „Ich glaube nicht, dass wir einen Gemeindedirektor aus dem Rat bekommen. Von meiner Fraktion macht das keiner“, stellt Pieper eindeutig fest. Bis zur konstituierenden Sitzung am 7. November kümmere sich die CDU erst einmal um die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen. „Wir steigen jetzt in interfraktionelle Gespräche ein“, kündigt Pieper an.

Verwaltungschef und Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther hält Hinses Vorstoß auch aus Verwaltungssicht für kaum umsetzbar. „Das ist ein sehr arbeitsintensiver Job“, gibt er zu bedenken. Günther meint, dass die Entscheidung wieder auf den Kämmerer der Samtgemeinde, Jens Schwedhelm, hinauslaufen werde. Außerdem ist sich Günther sicher: „Aus dem Rat heraus wird sich keiner für den Posten melden.“  bab

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