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Initiative nimmt Fahrt auf

Flüchtlingshilfe Initiative nimmt Fahrt auf

Die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen in der Samtgemeinde Lindhorst wird künftig besser koordiniert und kanalisiert.

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Um die Integration von Flüchtlingen zu fördern, sollen haupt- und ehrenamtliche Unterstützungsangebot in Lindhorst koordiniert werden. dpa

Samtgemeinde Lindhorst. Bei der Veranstaltung „Flüchtlinge ehrenamtlich unterstützen“ haben Landkreis, Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Diakonisches Werk Verbindungen mit derzeitigen und potenziellen Helfern aus der Samtgemeinde und darüber hinaus geknüpft.

Konkrete Schritte sind bei dem Treffen bereits eingeleitet worden. Ab Juni wird aus der Awo-Beratung für Zuwanderer einmal wöchentlich eine Mitarbeiterin nach Lindhorst kommen. Sie soll Ansprechpartnerin für die Asylbewerber sein.

Dass der Bedarf besteht, ging vor allem aus den Schilderungen der Pfarrsekretärin Andrea Möller hervor. „Es vergeht kein Tag, an dem nicht jemand ans Fenster klopft“, berichtete sie über Hilfesuchende mit vielerlei Anliegen, die sich an die evangelisch-lutherische Gemeinde in Lindhorst wenden. „Es läuft viel über die Kirchengemeinde“, sagte auch Otto Siebörger, der zusammen mit seiner Frau Margitta Sprachunterricht für Flüchtlinge gibt. „Das kann es nicht sein.“ Der Kirchengemeinde sei dies inzwischen zuviel geworden.

Es ist echt wünschenswert, dass es eine feste Anlaufstelle gibt“, unterstrich Möller. Sie schlug vor, auch einen Internetzugang zur Benutzung einzurichten. „Es gibt immer Dinge, die in Erfahrung gebracht werden müssen.“ Auch die anderen Teilnehmer hielten dies für notwendig. Den Wunsch nach hauptamtlicher Hilfe griff die Awo auf und will ihn umsetzen und mit Mitarbeiterin Friederike Röchter zwei Stunden wöchentlich vor Ort sein.

Das Treffen, das von Dagmar Sever von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises und Andrea Hitzemann aus der Samtgemeindeverwaltung geleitet wurde, diente auch dem Überblick über die Hilfestellungen, die bisher schon gegeben werden. „Wir sollten nicht aneinander vorbeiarbeiten“, sagte Dietmar Bucholz, Lehrer an der Lindhorster Grundschule. Die Schule habe zum Beispiel nichts von dem privaten Deutschkurs für Flüchtlinge gewusst.

Genau um solche Dinge zu vermeiden, sei es wichtig, die Hilfe zu koordinieren, sagte Sever. Bei einer Vorstellungsrunde fragte die Awo auch ab, welche Hilfe die Freiwilligen leisten wollen oder können und wobei diese die Flüchtlinge unterstützen möchten. Durch bessere Vernetzung sollen die Angebote koordiniert werden.

Vor allem die Kirchengemeinden und Privatpersonen fühlen sich offensichtlich verpflichtet, in der Samtgemeinde Lindhorst für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu sorgen. Bei dem Treffen in Lindhorst waren sie stark vertreten. Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirchen Lindhorsts, der Kirchengemeinde Beckedorf und Pastorin Anne Riemenschneider aus Probsthagen waren ebenfalls gekommen. „Ich vermisse die Sportvereine“, sagte Buchholz. Auch aus anderen Vereinen war kein Vertreter anwesend.  bab

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