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Lindhorster Kleiderkammer für Flüchtlinge öffnet am 20. April

Endspurt Lindhorster Kleiderkammer für Flüchtlinge öffnet am 20. April

Jahrelang stand das ehemalige türkische Lebensmittelgeschäft an der Bahnhofstraße 12 leer. Jetzt kehrt wieder Leben ein. Dafür sorgen derzeit die Mitglieder des Awo-Ortsvereins, die dort eine Kleiderkammer für Flüchtlinge und Bedürftige einrichten. Geöffnet wird erstmals am 20. April.

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Alle Hände voll zu tun: Rosel Baxmann (von links), Siegrid Wolff, Brigitte Grittner und Karin Müller sortieren die Kleiderspenden. kil

Lindhorst.. Siegrid Wolff, Vorsitzende der Lindhorster Awo, hat zusammen mit drei anderen Frauen gestern wieder fleißig Kleiderspenden sortiert, aufgehängt und in den Regalen verstaut. Die letzten Vorbereitungen laufen, denn am Mittwoch, 20. April, soll die Kleider kammer eröffnet werden. An diesem Tag, sagt Wolff, ist von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Dann können sich alle Interessierten einen Eindruck vom neuen Angebot verschaffen. Danach planen die Ehrenamtlichen, den Laden einmal in der Woche – immer mittwochs – für etwa zwei Stunden von 16 bis 18 Uhr zu öffnen.

Warum sich die Awo-Mitglieder für das Projekt engagieren? „Wir wollen helfen“, kam es wie aus der Pistole geschossen von Karin Müller. Und Wolff ergänzte: „Wir wollen anderen Menschen helfen. Da wo Not ist, springen wir ein.“ Das sei schließlich auch das Motto der Awo, meinten die Frauen.
Während sich der Ortsverein um die Gestaltung und Organisation der Kleiderkammer kümmert, hat die Samtgemeinde für das Vorhaben das leer stehende Ladenlokal gemietet. „Es liegt zentral und ist in Lindhorst gut zu Fuß zu erreichen“, sagt Wolff.

Damit es dort wohnlich wird, mussten sich die Ehrenamtlichen einiges einfallen lassen und kräftig reinemachen. Die Fenster wurden geputzt, die kahlen Wände mit farbenfrohen Stoffen abgehängt und das Mobiliar aufgebaut. Die Wände sind an einigen Stellen nämlich gar nicht mehr richtig verputzt, erzählen die Frauen und erlauben einen Blick hinter die Stoffe. Diese verdecken in den Schaumburger Farben Weiß-Rot-Blau den Zustand der Wände und sorgen gleich für eine farbenfrohe Stimmung in der Kammer.

Allerlei Kleiderspenden liegen schon bereit. Was aktuell noch am dringendsten benötigt wird, sei Geschirr und Bettwäsche, meint die Awo-Vorsitzende. Glücklicherweise, erzählt Wolff, habe das Modehaus Hagemeyer dem Verein ausrangierte Kleiderständer zur Verfügung gestellt.

Zusätzliche Regale habe die Samtgemeinde gestiftet, sodass die ehrenamtlichen Helfer beginnen können, die Kleiderspenden einzusortieren. Eine Menge Arbeit für das Team um Wolf. „Wir haben ja noch keine Erfahrung“, sagt die Vorsitzende, die sich in der Hagenburger Kleiderkammer bereits einige Tipps geholt hat. Wie groß der Andrang und der Bedarf schließlich sein wird, müsse sich erst zeigen.

Zur Einweihung empfielt Wolf, nicht gleich säckeweise Spenden mitzubringen, da dies von den Freiwilligen nicht zu bewältigen sei. Generell ist die Awo aber weiterhin dankbar für gut erhaltene Spenden, die immer mittwochs zu den regulären Öffnungszeiten abgegeben werden können.
Wie lange die Kleiderkammer in Lindhorst bestehen wird, sei offen, meint Wolff. Schließlich könne man noch gar nicht absehen, wie sich die Nachfrage entwickelt. kil

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