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Mehrheit gegen Fusion mit Lindhorst

Feuerwehr Ottensen Mehrheit gegen Fusion mit Lindhorst

Die Samtgemeinde zieht erste Konsequenzen aus dem Feuerwehrbedarfsplan: Außer der Fusion der Ortswehren Vornhagen und Lüdersfeld soll auch die Ottenser in die Lindhorster Feuerwache integriert werden. Wie sich schon abgezeichnet hatte, stellen sich die Ottenser Feuerwehrleute quer: Die Mehrheit der Mitglieder lehnt die Fusion ab.

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Kein Zusammenschluss gewünscht: Die Ottenser wollen alleine in ihrer Feuerwache (links) bleiben und nicht in den Lindhorster Standort (rechts) integriert werden.

Quelle: Montage:Harmening

Samtgemeinde Lindhorst (kil). Der Versuch eines Arbeitsgremiums, in einem gemeinsamen Austausch daraufhin zu wirken, dass viele Aktive ihren Dienst in einer gemeinsamen Wehr fortführen, muss nach Angaben der Samtgemeindeverwaltung „als gescheitert betrachtet werden“. Im Feuerschutzausschuss am 16. November steht daher der Beschluss zur Auflösung der Ottenser Ortswehr auf der Tagesordnung.
Grundlage ist ein Beschlusses des Samtgemeinderates vom 16. Juli. Wie berichtet hatte das Gremium dem Feuerwehrbedarfsplan zugestimmt und beschlossen, die beiden Feuerwehren am Standort Lindhorst zusammenzuführen. Der Bedarfsplan hatte ergeben, dass das Feuerwehrhaus Ottensen für die Gebietsabdeckung nicht erforderlich sei und zudem personelle Einschränkungen sowie bauliche Mängel am Feuerwehrhaus bestehen. Es gibt noch knapp 20 Aktive. Neun davon sind älter als 48 Jahre.
Eigentlich sollte die Verwaltung zusammen mit dem Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses, Beteiligten der betroffenen Wehren und dem Gemeindebrandmeister ein Konzept für die Ausgestaltung der Fusion erarbeiten. Das Fazit der Verwaltung nach mehreren Gesprächen: „Im Ergebnis muss festgestellt werden, dass die geführten Gespräche nicht fruchtbar verlaufen sind und damit verbunden ein Konzept nicht vorgelegt werden kann“, heißt es in der Vorlage. Nach Einschätzung von Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther wären nur zwei bis drei Feuerwehrkameraden aus Ottensen bereit, in eine gemeinsame Ortswehr mit Lindhorst einzutreten. „Insofern macht die Fortsetzung der Bemühungen des Arbeitsgremiums keinen Sinn“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die Konsequenz: Die Verwaltung schlägt der Politik vor, die Ortswehr Ottensen zum 1. April 2016 aufzulösen.
Der Ottenser Ortsbrandmeister Matthias Blume glaubt „eher nicht“ mehr daran, dass sich die Mehrheit der Mitglieder noch umstimmen lassen werde. Dennoch, gab er auf Nachfrage unserer Zeitung an, werde er weiter versuchen, die Aktiven von der Sinnhaftigkeit einer Fusion zu überzeugen. Er akzeptiere die Haltung der Mitglieder, die gegen eine Zusammenführung mit Lindhorst sind, betont aber auch: Er sei in der Feuerwehr, weil er grundsätzlich helfen möchte – egal an welchem Standort. Zwar spielten neben den Einsätzen auch soziale Aspekte und gemeinsame Unternehmungen bei der Freiwilligen Feuerwehr eine große Rolle, das sei aber nicht ihre primäre Aufgabe.
Während nur wenige Mitglieder bereit für neue Erfahrungen seien, sperrten sich besonders die älteren Feuerwehrleute gegen die anstehende Veränderung. Die jungen Leute machen dagegen vor, dass eine Zusammenarbeit über die Ortswehr hinaus funktionieren kann: Die Kooperation mit der Beckedorfer Jugendfeuerwehr laufe bereits seit Jahren sehr gut, so Blume.
Dass es innerhalb der Ottenser Feuerwehr Gegner der Fusion geben würde, damit hatte Blume schon gerechnet. Das dieser Widerstand aber „so extrem ausfällt“ und „sich die breite Masse dagegen stellt“, überraschte ihn.
Sollte die Ottenser Wehr aufgelöst werden, kann sich jedes Mitglied selbst überlegen, ob es in eine andere Ortswehr in der Samtgemeinde eintreten möchte. Blume zufolge könnte sich der Zeitpunkt der Auflösung noch bis Ende Juni hinziehen. Denn dann wäre auch die reguläre Amtszeit des Brandmeisters zu Ende.

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