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Noch keine Lösung in Sicht

Samtgemeinde Lindhorst / Ferienbetreuung Noch keine Lösung in Sicht

Der Wunsch nach einer Ferienbetreuung für Kinder in der Samtgemeinde Lindhorst ist zwar vorhanden, an einer Idee für die Umsetzung fehlt es jedoch noch. Das hat die Diskussion im Schulausschuss der Samtgemeinde deutlich gemacht.

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Samtgemeinde Lindhorst. Der Anstoß kam aus den Reihen der Grünen. Diese hatten den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Möglichkeit einer Ferienbetreuung ausloten. Dabei sollte zum einen eine Kooperation mit der Samtgemeinde Niedernwöhren und zum anderen eine eigenständige Lösung geprüft werden.

 Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther stellte zu Beginn der Diskussion klar, dass sich die Verwaltung dieses Themas bereits im Voraus der Sitzung angenommen hatte. Denn Stefanie Sonnekalb-Unruh (Grüne) hatte bereits in der vergangenen Ausschusssitzung den Wunsch geäußert, dieses zu prüfen. Das Ergebnis lieferte Günther gleich hinterher: „Die Verwaltung verschließt sich dem Thema nicht“, betonte er wiederholt. Aber: Eine Kooperation oder analoge Umsetzung zum Niedernwöhrener Modell sei nicht durchführbar. Dort kümmerten sich sechs Mütter (siehe Kasten) um die Betreuung bis mittags. Anschließend gehe es im Hort weiter. Größtes Problem sei die Personalfindung. Während es in Nenndorf, Rodenberg und Sachsenhagen Kooperationen mit den Kitas gebe, bestehe diese Option in Lindhorst nicht, weil nicht die Samtgemeinde Träger dieser Einrichtungen sei. Auch bei den Mitarbeitern des offenen Ganztagsbetriebs in der Samtgemeinde habe die Verwaltung angefragt, ob diese bereit wären, ihren Vertrag dahin gehend zu verlängern, die Ferienbetreuung mitzutragen: beispielsweise drei Wochen in den Sommerferien, zwei in den Oster- und zwei in den Herbstferien. Alle hätten abgelehnt. Eigenes Personal stehe also nicht zur Verfügung. Wenn man die Stellen ausschreiben würde, käme man bei zwei Betreuern für 20 Kinder auf rund 1700 Euro. Was die Planung zudem erschwere: Wie groß der Bedarf tatsächlich sei, lasse sich nur auf fiktiver Basis berechnen. Denn eine verlässliche Auskunft über die Zahl der Kinder bekomme man nicht.

 Dieses Problem sahen auch die übrigen Ausschussmitglieder ein. Vorsitzender Günter Kasulke mahnte aber an: „Was ist mit der Attraktivität des Wohnortes?“ Cerstin Bayer (SPD) schlug indessen vor, Studenten für die Betreuung zu gewinnen. Und Jens Bremer (CDU) betonte: Kostendeckend könne die Betreuung sowieso nicht ablaufen. Dennoch müsste man den Eltern moderate Preise anbieten. Sonnekalb-Unruh warf ein, das Thema „nicht gleich totzureden“ und es wenigstens ein Jahr lang zu versuchen, da es Eltern gebe, die ihre Kinder in den Ferien ständig „hin- und herschieben“ müssten.

 Schließlich einigte man sich darauf, den Antrag der Grünen so zu ändern, dass die Verwaltung weitere Möglichkeiten – weg von einer Kooperation mit Niedernwöhren – prüft, die einen Start mit einer Gruppe von zunächst 20 Kindern zu den Sommerferien 2015 ermöglichen. Dieser Empfehlung stimmten alle zu.  kil

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