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Rat stimmt für Feuerwehr-Fusionen

Samtgemeinde Lindhorst Rat stimmt für Feuerwehr-Fusionen

Die Fusionen der Feuerwehren Lüdersfeld und Vornhagen sowie Lindhorst und Ottensen sind nur noch eine Frage der Zeit. Der Samtgemeinderat Lindhorst zieht die Konsequenzen aus dem Ergebnis des Feuerwehrbedarfsplans und hat einhellig einem entsprechenden Beschluss zugestimmt.

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Samtgemeinde Lindhorst. Demnach sollen die Feuerwehren Lüdersfeld und Vornhagen spätestens bis zur Fertigstellung eines neu zu bauenden Gerätehauses zusammengeführt werden. Lindhorst und Ottensen sollen am Standort Lindhorst fusionieren. Ein Stichtag ist für letzteres nicht formuliert worden. Um den Prozess der Zusammenschlüsse möglichst verträglich zu gestalten, soll die Verwaltung „in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses, Beteiligten der betroffenen Wehren sowie dem Gemeindebrandmeister ein Konzept für die Ausgestaltung der Zusammenführung der Wehren auf der Grundlage örtlich geprägter Strukturen und sozialer Gesichtspunkte“ ausarbeiten und dem Rat zur Kenntnis und Zustimmung vorlegen.

Hans-Otto Blume (SPD) gab seinen Ratsvorsitz für einen Moment ab, weil er Partei für die Ottenser Belange ergriff. „Die Feuerwehr ist die letzte Bastion, die auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Tätigkeiten übernimmt“, stellte Blume die Ortswehr dar. Er plädierte dafür „Gespräche auf Augenhöhe“ zu führen, denn „Mitbestimmung steigert die Akzeptanz der Maßnahme“.

Die Sprecher der Fraktionen plädierten alle für die im Feuerwehrbedarfsplan entwickelten Konsequenzen, aber auch für einen rücksichtsvollen Umgang mit den Befindlichkeiten in den einzelnen Wehren. „Dass die Feuerwehrleute davon nicht begeistert sind, ist verständlich“, konnte SPD-Fraktionssprecher Heinz-Dieter Lauenstein Vorbehalte nachvollziehen. Und auch CDU-Sprecher Burkhard Pieper will den „Empfindlichkeiten genüge tun“.

Matthias Hinse (Grüne) hält die soziale Komponente ebenfalls für relevant. „So eine Wehr ist nicht einfach nur eine Wehr, sondern hat auch kulturellen Status.“ Cerstin Bayer (SPD) glaubt allerdings, dass das soziale Leben nicht an Gerätehäusern hängt. „Dorfgemeinschaft ist nicht davon abhängig, wo das Feuerwehrhaus steht, sondern davon, wo engagierte Leute wohnen.“ Lüdersfelds Bürgermeister und Samtgemeinderatsherr Wilfried Schröder (CDU), der ausdrücklich betonte, dass er auch als Feuerwehrmann spreche, blickte optimistisch auf den Prozess. „Ich glaube fest, dass wir genauso stark daraus gehen, wie wir es wollen.“ bab

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