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Rathaus auf den Prüfstand stellen

Barrierefreiheit Rathaus auf den Prüfstand stellen

Das Lindhorster Rathaus soll barrierefreier werden. Darauf hat sich der Samtgemeinderat geeinigt.

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Samtgemeinde Lindhorst. Die Verwaltung soll zusammen mit dem Senioren- und Behindertenbeirat sowie gegebenenfalls einem Ingenieur ein Gesamtkonzept für das Gebäude an der Bahnhofstraße erarbeiten.

 Den Anstoß lieferte ein Antrag des Seniorenbeirates, den Eingangsbereich des Hauses behinderten- und bürgerfreundlicher zu gestalten (wir berichteten) – unter anderem mit sensorgesteuerten Türen. Das Gremium einigte sich schnell darauf, den Antrag zunächst zurückzuweisen und stattdessen ein tiefer gehendes Konzept anzuregen. So war auch die entsprechende Empfehlung des Samtgemeindeausschusses ausgefallen.

 Hans Bielefeld (Wählergemeinschaft) bestätigte: Automatisierte Türen allein wären „kein echter Fortschritt“. So käme man lediglich schneller ins Trockene, wäre dann aber weiterhin auf Hilfe angewiesen. Besser wäre es, alle Ideen zu bündeln und ein Gesamtkonzept zu erarbeiten.

 Samtgemeindechef Andreas Günther erklärte: Der Ansatz des Seniorenbeirates sei gut, aber nicht in Gänze zielführend, da das gesamte Rathaus in vielen Punkten nicht barrierefrei sei. Darum hält auch er ein großes Konzept für sinnvoll. Dazu müsse die Verwaltung möglicherweise einen Ingenieur hinzuziehen. „Das kann zwar teurer werden“, aber „alle wollen schließlich Barrierefreiheit“, sagte er.

 Burkhard Pieper (CDU) zeigte sich erfreut über das Vorhaben, Hürden im und am Rathaus zu beseitigen. Das helfe nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sondern auch vielen älteren Bürgern, die nicht mehr so mobil sind. Darum sollte das Vorhaben auch „ziemlich zeitnah“ umgesetzt werden.

 Heinz-Dieter Lauenstein (SPD) wies darauf hin, dass schließlich auch die meisten Ratssitzungen im Obergeschoss stattfänden und somit für viele Bürger nicht oder nur schwer zu erreichen seien. Das Konzept solle zeigen, was nötig und möglich ist – „oder, ob wir gleich ein neues Rathaus brauchen“, sagte er scherzend.

 Cerstin Bayer (SPD) ging sogar noch einen Schritt weiter: Für die Ratsfrau geht es nicht nur um Barrierefreiheit für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass beispielsweise Gehörlose an Ratssitzungen teilnehmen können. kil

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