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Samtgemeindechef Günther zieht Bilanz

Alles auf den Prüfstand stellen Samtgemeindechef Günther zieht Bilanz

Eines der heikelsten Themen im Jahr 2015 war für Lindhorsts Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther die Umsetzung der Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplans.

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Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther weiß: Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig zu gewährleisten, muss auch manch unbequeme Entscheidung getroffen werden.

Quelle: bab

Samtgemeinde Lindhorst. Besonders die Haltung der Ottenser Wehr machte ihm zu schaffen. „Das hat mich schon sehr umgetrieben.“ „Das sind schwierige Prozesse, die wir machen müssen“, macht er klar, dass an einer neuen Justierung der Feuerwehrstrukturen kein Weg vorbeigehe.

Die Reaktion der Ottenser Wehr hindert Günther allerdings nicht daran, in noch größeren Zusammenhängen zu denken, wenn es um Fusionen geht. Er ist der Meinung, dass die Kommunen enger zusammenarbeiten müssen, um die Aufgaben zu finanzieren. Dabei scheut er sich auch nicht davor, die Einheitsgemeinde ins Gespräch zu bringen. Er macht sich Sorgen um die Liquidität der Kommunen. „Wir müssen die Handlungsfähigkeit aufrechterhalten“, warnt er vor Situationen wie in Lindhorst und Beckedorf, die ihren Haushalt zusammenstreichen mussten, weil die Defizite sonst zu hoch gewesen wären. Die Personalkosten im Bereich der Kinderbetreuung sind dabei ein großer Posten. Günther biete jeder Gemeinde an, sie bei der Konsolidierung zu unterstützen. „Alles auf den Prüfstand stellen“, lautet deshalb das Motto für 2016. Um freiwillige Leistungen nachhaltig sicherzustellen, müssen nach Günthers Meinung auch unbequeme Beschlüsse gefasst werden. „Es sind politische Entscheidungen gefordert“, spielt er den Ball an die Politik.

Die Samtgemeindefinanzen will er im Griff behalten, indem weiter die laufenden Kosten durch energetische Sanierungen gesenkt werden. „Das Konzept zur Energieeffizienz der Kläranlage war schon ein ganz schöner Brocken.“ Zurücklegen muss die Samtgemeinde nun für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses. „Jeder schaut schon auf den Neubau in Lüdersfeld“, sagt der Samtgemeindebürgermeister und lobt die Zusammenarbeit der Wehren Vornhagen und Lüdersfeld, die fusionieren werden. „Da hat sich in den Köpfen etwas getan. Sie machen jetzt schon gemeinsame Dienste.“

Eine Einrichtung verbindet zumindest alle Kommunen der Samtgemeinde: das „Solabali“. Die Änderung der Öffnungszeiten des Hallenbades hat sich nach Meinung Günthers gelohnt. „Wir haben eine super Auslastung“, freut sich der Verwaltungschef über die große Resonanz, die der Ganzjahresbetrieb und die Kurse erbracht haben. Durch die Kurse nehme die Samtgemeinde 32000 Euro pro Jahr zusätzlich ein. „Und die Kursteilnehmer kaufen auch hier ein“, nennt er den positiven Effekt auf die örtliche Wirtschaft.

Eine weitere Erfolgsgeschichte sei der Bürgerbus. „Der entwickelt sich wirklich gut. Das Konzept ist schlüssig.“

Wie in jeder Kommune ist auch in Lindhorst die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen ein Hauptthema im kommenden Jahr. Drei Mitarbeiter in der Samtgemeinde seien damit befasst. 47 Migranten seien bisher innerhalb der Samtgemeindegrenzen untergebracht. Die Verwaltung befinde sich dabei, Wohnraum zu suchen, zu begutachten und zu generieren. Der Samtgemeinde lägen schon einige Angebote von Eigentümern vor. „Wenn wir alles abgearbeitet haben, haben wir Platz für 120 Flüchtlinge“, nennt Günther die geforderte Quote.

Einen Abschluss wird die Samtgemeinde wohl auch bei der Änderung des Flächennutzungsplans erzielen. Diese war nötig, um Windenergieflächen einzuarbeiten. Der Plan hat ausgelegen und wird 2016 dem Rat wieder vorgelegt. bab

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