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Samtgemeinde Lindhorst Schluss mit dem Sanierungsstau
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Schluss mit dem Sanierungsstau
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00:25 30.07.2015
Thomas Nellenschulte (von links) und Rolf Taube vom Planungsbüro DNC sowie Wolfgang Fischer, Andreas Günther und Dietmar Schulte von der Samtgemeinde zeigen die neue Belüftungsanlage am Belebungsbecken der Kläranlage Lindhorst. Quelle: bab
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Samtgemeinde Lindhorst

Die Samtgemeinde rechnet damit, dass die Gesamtinvestitionskosten von 156.000 Euro in das Zentralklärwerk sich innerhalb von 4,8 Jahren amortisiert haben werden. Durch die Nutzung des aufbereiteten Wassers zur Säuberung der Rechenanlage spart die Samtgemeinde pro Jahr auch noch 7500 Kubikmeter Trinkwasser, mit dem die Anlage zuvor gereinigt werden musste.

„10.000 Euro sparen wir allein durch diese Maßnahme jährlich“, sagt Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther zu der Einrichtung der Brauchwasseranlage, die im vergangenen Herbst in Betrieb genommen wurde. Betriebsleiter Dietmar Schulte habe die Umstellung angeregt.

Im April wurden zwei weitere Sanierungen umgesetzt, die Günther, Schulte und Wolfgang Fischer, Fachbereichsleiter bei der Samtgemeinde, zusammen mit Planer Thomas Nellenschulte vom Ingenieurbüro DNC aus Hannover und dessen Mitarbeiter Rolf Taube nun vorgestellt haben. Vier neue sogenannte Rohwasserpumpen, die das Abwasser auf das erforderliche Niveau befördern, sind eingebaut worden. Die Pumpen laufen „mit effizientem Motorantrieb und neuen Frequenzumformern“, wie Nellenschulte erklärt.

Durch die neuen Pumpen in Lindhorst kann das Werk auf das unterschiedliche Mengenaufkommen reagieren und muss nicht durchgängig auf Volllast fahren. 45.000 Euro hat die Samtgemeinde für den Part der Sanierung investiert. Und auch dort zeigten sich die Effekte schnell. Im Vergleich zu den alten Pumpen benötigt das neue System 30 Prozent weniger Energie. Eine prozentual noch höhere Einsparung erreichte die Samtgemeinde durch eine neue Belüftungsanlage im Belebungsbecken. Dadurch werden bis zu 60 Prozent Strom im Vergleich zur alten Anlage gespart. Für die Belüftung hat die Samtgemeinde 50.000 Euro investiert.

„Wir haben jetzt jährlich 32.000 Euro weniger Ausgaben“, freut sich Günther, der einen gewissen Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden festgestellt hatte, der sukzessive abgebaut werden soll. Aber ebenso wie bei den umgesetzten Maßnahmen, seien vor allem die Politiker von dem Sinn der Investitionen zu überzeugen. „Wir in der Verwaltung sind uns einig“, kündigt Günther an, für weitere Modernisierungen einzutreten. bab

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