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Samtgemeinde Lindhorst Straßenausbau in Lindhorst: Hinse kündigt Demo an
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Straßenausbau in Lindhorst: Hinse kündigt Demo an
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23:08 12.02.2019
Matthias HInse will sich für die Anwohner einsetzen.
Lindhorst

Die geplante Demonstration soll kurz vor der nächsten Ratssitzung „den Druck auf die Politik erhöhen“, wie Hinse (fraktionslos/Die Linke) begründet.

Druck ist groß

Der Druck aufseiten der Hauseigentümer ist nach Hinses Meinung jedenfalls jetzt schon so groß, dass ihm selbst Menschen, die ihn zuvor eher ignoriert haben, ihr Leid klagen. „Die Angst sitzt tief“, berichtet Hinse, der selbst in der Lindhorster Westsiedlung wohnt, deren Straßen nach Meinung der Mehrheit im Rat dringenden Sanierungsbedarf haben. Täglich werde er mit der Frage konfrontiert: „Wie geht es nun weiter?“, weil die Hauseigentümer sich in der Existenz bedroht fühlten, da sie glaubten, sich die Beiträge für eine Sanierung nicht leisten zu können.

„Angefangen hat alles damit, dass Nachbarn an meiner Tür klingelten und Unterschriften gegen den Ratsbeschluss der Gemeinde sammeln wollten, bei dem es um eine Prioritätenliste für Straßensanierung und dessen Umsetzung noch in dieser Ratsperiode gehen sollte“, berichtet Hinse. Ihm sei schnell klar gewesen, dass die Verunsicherung der Lindhorster groß sei. Das habe dann auch die Informationsveranstaltung gezeigt, die er zusammen mit der Ortsgemeinschaft im Verband für Wohneigentum (ehemals Siedlerbund) durchgeführt hatte.

Probleme müssen gelöst werden

„Ich habe Leute, die bei mir in der Küche sitzen und mir ihre Situation schildern, oft auch mit Tränen in den Augen“, schildert der Ratsherr die Dramatik der Situation. „Im Dorf, beim Einkaufen und in Gesprächen am Telefon, das Thema ist ständiger Begleiter.“ Wer diese Einzelschicksale kenne, kann nach Hinses Meinung „nur noch ganz schlecht schlafen“. Der Druck, das Problem zu lösen, sei deshalb gewaltig. Die Erwartungshaltung der Menschen sei enorm und die politische Lage „Einer gegen alle“ nicht einfach. Eine Lösung müsse nun her, und so habe er jetzt den Antrag gestellt, die Straßenausbaubeitragssatzung abzuschaffen.

Für den 4. April sei die nächste Ratssitzung angesetzt, kurz vorher soll vor dem Rathaus demonstriert werden, um den Druck auf die Politik noch einmal zu erhöhen. „Jede Ratsfrau und jeder Ratsherr müssen wissen, dass es bei dieser Entscheidung auch um Existenzen geht“, begründet Hinse. Zu der Infoveranstaltung waren rund 200 Bürger ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Hinse ist sicher, dass es bei einer Demo doppelt so viele sein werden, und auch am Tag der Ratssitzung werde der Ratssaal voll.

bab