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Samtgemeinde Lindhorst Streit über Stundensätze
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Streit über Stundensätze
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14:29 28.06.2018
Nicht alle sind mit den Stundensätzen des Bauhofs in Lindhorst einverstanden. Quelle: dpa
Samtgemeinde Lindhorst

Im Bericht für das Jahr 2017 wird der Stundensatz seit März 2017 mit 24,84 Euro beziffert. Die Summe ist aufgrund von Tarifanpassungen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Ulf Dönau (Grüne) hält den Stundensatz trotzdem für zu niedrig. Auch wenn er damit „eine blutige Nase riskiere“: Eine tarifliche Anpassung reiche nicht aus. Das Defizit wachse dennoch.

Tatsächlich: Seit 2010 ist das Defizit kontinuierlich angewachsen. Erst 2017 gelang durch mehr Effizienz der Arbeitsabläufe wieder ein positiver Trend. Im Bericht ist hier von „einer besseren Planung der Touren“ die Rede, wodurch der Personaleinsatz effizienter und die Rüstzeiten der Maschinen verringert werden konnten.

Beckedorf könnte aussteigen

Dönaus Vorschlag traf bei Dieter Wall (SPD) auf wenig Verständnis. Apropos blutige Nase, kommentierte der Beckedorfer die „wundersamen Statements“ des Grünen. Wenn der Stundensatz weiter steige, könne Beckedorf den Bauhof nicht mehr bezahlen.

„Man muss auch mal über den Tellerrand schauen“, warf er Dönau vor. Eine Erhöhung der Stundensätze wäre „ein Schuss ins eigene Knie“, weil Beckedorf den Bauhof dann nicht mehr beschäftigen würde. Somit würden Gelder in der Größenordnung zwischen 26 000 und 35 000 Euro wegfallen, schilderte Wall die negativen Auswirkungen.

Sven Unruh (CDU) kommentierte: „Schade, dass wir wieder persönlich werden. Ich dachte eigentlich, wir hätten uns das abgewöhnt.“ Im Rat seien sogar Menschen unterschiedlicher Parteiangehörigkeit miteinander verheiratet sagte Unruh und spielte damit auf seine Ehe mit Grünen-Ratsfrau Stefanie Sonnekalb-Unruh an. Und trotzdem komme es vor, dass man unterschiedlicher Meinung sei und nach der Sitzung noch gemeinsam nach Hause gehe. Unruh forderte „eine sachliche Diskussion“.

Ersatz für den alten Schlepper

Nicht diskutiert wurde über die Ersatzbeschaffungen für den Bauhof. Laut Bericht soll der 25 Jahre alte Iveco Lkw-Kran durch ein multifunktionales Fahrzeug ersetzt werden.

Verwaltung und Bauhofsleiter empfehlen, einen Schlepper mit Hakenliftanhänger und diversen Anbaugeräten zu beschaffen. Da ein alter Schlepper in Zahlung gegeben werden könne, blieben noch 150 000 Euro zu zahlen. Zudem soll ein Anhänger (Dreiseitenkipper) für weitere 8000 Euro beschafft werden. kil