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Samtgemeinde Lindhorst Vom Bahnhof bis zum Rathaus barrierefrei
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Vom Bahnhof bis zum Rathaus barrierefrei
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18:10 26.09.2018
Mit dem Rollator lässt es sich nach Absenkung der Bürgersteige viel besser über die Twetge gehen: Das bestätigt auch Jakob Piepenreit (Dritter von Links) zusammen mit Bürgermeister Hans-Otto Blume (von links) und den Vertretern des Seniorenbeirates Manfred Völker und Hans Winter.  Quelle: kil
LINDHORST

Manfred Völker, Vorsitzender des Senioren- und Behindertenbeirats freut sich über diesen weiteren Schritt in Sachen Barrierefreiheit.

Drei Bereichen hat sich die Gemeinde jetzt angenommen: der Weg zum Friedhof im Bereich Bäckerstraße und Wiemannstraße sowie die Einmündung von Twetge und In der Klahe zur Bahnhofstraße. An diesen Stellen sind die Gehwege so abgesenkt worden, dass man sie auch mit Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen problemlos queren kann.

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde hatte die Absenkung der Bürgersteige angeregt. Auch in Beckedorf, Lüdersfeld und Heuerßen seien bereits erste Maßnahmen umgesetzt worden, freut sich Völker zu berichten. In Lindhorst hatte der Gemeinderat für 2018 entsprechende Mittel in den Haushalt eingestellt. Bürgermeister Hans-Otto Blume: „Wir versuchen die Wünsche des Beirates im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen.“ Die Barrierefreiheit im Zentrum sei besonders wichtig, aber auch in der West- und Ostsiedlung bestehe „riesiger Nachholbedarf“. Blume hofft, diese Bereiche in den folgenden Jahren „Schritt für Schritt und Zug um Zug“ umsetzen zu können.

Grüner Weg kommt 2018 noch dran

Eine vierte Maßnahme steht bereits auf der Liste: Der Bereich Grüner Weg an der Glück-Auf-Straße soll noch in diesem Jahr abgesenkt werden. „Wir wollen noch abwarten, bis der ZOB-Umbau abgeschlossen ist“, sagt Völker. Dieses Jahr soll es aber noch dazu kommen. Nach Abschluss dieses Punktes werden die Bürger auf dem nördlichen Bürgersteig von der Parkstraße barrierefrei in den Lindhorster Ortskern gelangen können, heißt es.

Wichtig ist Völker auch: „Es handelt sich an der Bahnhofstraße um Gehwege und keine Rad-Gehwege.“ Erwachsene Radfahrer müssten auf der Straße fahren. Sonst bestünden erhebliche Gefahren für die Fußgänger. Dass sich manche Senioren unsicher auf der Straße fühlten, dazu meint Völker: „Wir müssen uns nunmal an die Fakten, also die Gesetzeslage halten.“ Besonders, wenn Fußgänger aus den Geschäften auf den Gehweg treten würden, komme es oft vor, dass diese von vorbeifahrenden Radlern übersehen werden. Das kann auch Thorsten Schmidt, Vorsitzender vom Handel- und Gewerbeverein (HGV), bestätigen. Noch ein Argument für das Radeln auf der Straße: Radfahrer würden von Autofahrern, die auf die Bahnhofstraße einbiegen wollten, besser gesehen. kil