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Weltcafé hat sich etabliert

Treffen für Flüchtlinge und Ehrenamtliche Weltcafé hat sich etabliert

Das Weltcafé, zu dem sich monatlich Migranten und ehrenamtliche aus der Samtgemeinde Lindhorst treffen, hat sich inzwischen etabliert.

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Beim Weltcafé in Lindhorst herrscht am Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche eine familiäre Atmosphäre. 

Quelle: bab

SAMTGEMEINDE LINDHORST. Das ist der Eindruck von Wilfried Vauth, Pastor der evangelischen Kirche in Lindhorst, die dafür ihr Gemeindehaus zur Verfügung stellt. Dies liege unter anderem daran, dass inzwischen viele Beziehungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten entstanden sind, sagt Birgit Garberding.

Als Awo-Ansprechpartnerin in der Lindhorster Samtgemeinde für die dezentrale Flüchtlingsarbeit registriert sie „eine relativ große Unterstützung“ bei der Integrationsarbeit. Vermieter, Nachbarn und Freunde nehmen die Asylsuchenden häufig an die Hand, wenn diese Fragen oder Probleme haben.

„Es läuft extrem viel über persönlichen Kontakt“, sagt Garberding. Die Diplompädagogin, die auch für Immigranten in der Samtgemeinde Sachsenhagen zuständig ist, hat allein in der Lindhorster Samtgemeinde rund 130 Personen zu betreuen. Erleichtert werde ihr die Arbeit durch die beiden Ergänzungskräfte, die seit dem Frühjahr auf Teilzeitbasis beschäftigt seien.

Beim Weltcafé im Gemeindehaus der Kirche wirkt das Miteinander wie ein entspanntes Treffen zwischen Freunden. Kinder basteln an Tischen, Erwachsene unterhalten sich fröhlich bei einer Tasse Kaffee, Jugendliche spielen Fußball auf der Wiese und die Männer boulen im Schatten.

Inzwischen sei einem Drittel der Menschen bereits Asyl gewährt worden, berichtet Garberding. Diejenigen, die anerkannt worden seien, suchen zurzeit Wohnungen, um die Übergangsquartiere zu verlassen. „Das begleiten wir sehr stark im Moment“, sagt Garberding.

Während die Awo für die bürokratischen Voraussetzungen sorgt, kümmern sich Ehrenamtliche aus dem Helferkreis weiter um den Deutschunterricht für die Geflüchteten, wie Vauth informiert.

Horst Wolff vom Helferkreis berichtet von der Kleiderkammer, die einen großen Ansturm erlebe. „Wir werden fast umgerannt“, sagt er. Vor allem Küchengeräte, Winter- und Sportkleidung, Bettwäsche und Kinderschuhe werden derzeit gebraucht.

Jegliche Hilfe werde von den Asylsuchenden dankbar angenommen, sagt Garberding. „Sie sind sehr motiviert.“ Abschiede hat es aber auch schon gegeben. „Die Familien vom Balkan werden im Moment alle abgeschoben“, berichtet sie.

Im Oktober fällt das Weltcafé wegen der Schulferien aus. Das nächste Treffen ist am Montag, 7. November. Die Kinder werden dann Lampions für die anstehenden Laternenumzüge basteln.  bab

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