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Zehn Kinder mit besonderem Förderbedarf

Bewegung an Lindhorster Grundschule Zehn Kinder mit besonderem Förderbedarf

Über den aktuellen Stand der Inklusion an der Grundschule Lindhorst hat Direktor Hubert Sagel während der Schulausschusssitzung der Samtgemeinde berichtet. Insgesamt zehn Kinder haben derzeit einen „besonderen Unterstützungsbedarf“, erzählte er.

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Samtgemeinde Lindhorst. Acht davon haben einen Förderbedarf im Bereich „Lernen“, ein Schüler im Bereich „Geistige Entwicklung“ sowie ein Kind mit motorischen Schwierigkeiten („Körperliche Entwicklung“). Für die unterschiedlichen Bereiche gebe es jeweils einen zugewiesenen Förderstunden-Schlüssel. Für den Bedarf „Körperliche Entwicklung“ stünden der Schule zwar drei Stunden zu, es fehlten aber leider die entsprechenden Lehrkräfte, erklärte der Schulleiter und sprach damit auch ein grundsätzliches Problem der Schule an: fehlendes Personal.

Wie Ausschussmitglied Cerstin Bayer (SPD) anmerkte, gebe es aktuell eine „hohe Fluktuation“ bei den Lehrkräften. Damit habe sie leider Recht, erwiderte Sagel. Allein in den letzten drei Jahren seien etwa vier Lehrerinnen in Mutterschutz oder Elternzeit gegangen. Insgesamt gebe es drei Hauptgründe, warum derzeit so viele Kollegen die Schule verließen. Das Kollegium habe sich stark verjüngt, was bedeute, dass viele ältere Lehrer in Pension gingen.

Die jüngeren Mitarbeiter hätten wiederum oftmals noch eine Familiengründung vor sich. Besonders für Mütter, die in Hannover wohnten, sei die Anfahrt nach Lindhorst dadurch einfach zu weit geworden. Und wieder andere würden aus persönlichen Gründen um eine Versetzung bitten.

Mit Blick auf die kommenden zwei Jahre erwartet Sagel aus genannten Gründen ganze acht Lehrkräfte zu verlieren. Um rechtzeitig eine Lösung zu finden, stehe er bereits mit der Landeschulbehörde in Verhandlungen.

Auch das Thema Flüchtlinge wurde im Ausschuss angesprochen. Momentan gebe es Sagel zufolge „noch keinen großen Andrang“ zu vermelden. Nur neun Kinder aus Flüchtlingsfamilien besuchten derzeit die Grundschule. Für eine Sprachlernklasse gebe es daher auch keinen Bedarf. Die Sprachförderung habe eine Lehrkraft der Schule übernommen. Allerdings müsse auch hier gekürzt werden, da kurzfristig eine neue Kollegin abgesprungen sei und zunächst der Pflichtunterricht erfüllt werde müsse.

Große Investitionen plant die Grundschule in diesem Jahr nicht. „Sparsam, aber nicht geizig“, bezeichnete Sagel die Haushaltsführung. Im Etat 2016 der Samtgemeinde stehen aber wie berichtet 50 000 Euro für Baumaßnahmen des Landkreises (wir berichteten). Die Umsetzung wurde allerdings auf 2017 verschoben, so Samtgemeindechef Andreas Günther. kil

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