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Züchter sollen nie wieder quälen

Tierschützer macht mobil gegen ehemalige Pferdehalter Züchter sollen nie wieder quälen

Tierschützer sind alarmiert. In der Samtgemeinde Lindhorst haben sich ehemalige Pferdezüchter aus einem anderen Bundesland niedergelassen, die ein lebenslanges, bundesweites Pferdehalteverbot auferlegt bekommen haben.

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Artgerechte Pferdehaltung und -zucht wird von den Amtstierärzten mit unangemeldeten Kontrollen überwacht. 

Quelle: pr.

Samtgemeinde Lindhorst. Das Paar wird von einem ehemaligen Kunden bezichtigt, wieder Pferde kaufen zu wollen. „Wir sind darüber informiert“, bestätigt das Veterinäramt des Landkreises, den Fall im Blick zu haben.

Via Facebook werden die ehemaligen Züchter hart angegriffen. Die Vorwürfe haben aber durchaus ihre Berichtigung, sagt Mario Metze aus Leipzig, der 2012 vier Pferde von dem Gestüt gekauft hat. „Als ich da ankam, waren gar keine Pferde mehr da“, sagt der 43-Jährige. Denn das zuständige Veterinäramt hatte inzwischen alle Tiere beschlagnahmt. Für das, was Metze zu sehen bekam, als das Amt ihm seine Pferde aushändigte, findet er nur Kraftausdrücke. „Da habe ich das Kotzen gekriegt.“

„Nach 200 Kilometern Autobahn ist der Zweijährige zusammengebrochen“, beschreibt der Mann aus der Nähe von Leipzig den schwierigen Transport. Er hatte auch eine trächtige Stute erstanden, die zu diesem Zeitpunkt bereits gefohlt hatte. Das Fohlen sei aus Mangelernährung missgebildet gewesen und habe nicht überlebt. Die anderen Tiere, die er mit deformierten Hufen, kaputten Zähnen, stumpfem Fell und klapperdürr vorfand, konnten wieder aufgepäppelt werden, aber er musste die Tiere abgeben, weil ihm die Tierarztkosten über den Kopf wuchsen.

Metze, der sich auch im Tierschutz engagiert, setzt seit der Zeit alle Hebel in Bewegung, damit die ehemaligen Züchter nie wieder an Pferde kommen, die sie quälen können. Doch Ulf Güber, Fachbereichsleiter Tierschutz beim Veterinäramt, betont, dass auch die Fachbehörden mit Argusaugen auf derlei Fälle blicken. „Das ist uns mitgeteilt worden“, sagt er über den Fall. Die zuständigen Ämter stehen laut Güber im Austausch miteinander und wissen, wer ein Tierhalteverbot auferlegt bekam.

„Wir machen Kontrollen ohne Vorankündigung“, erklärt der Kreisveterinär. Metze berichtet, dass das besagte Paar aus der Samtgemeinde Lindhorst tatsächlich wieder ein Pferd kaufen wollte. „Ich habe die Behörden informiert.“ Laut Metze seien die ehemaligen Züchter von der Polizei gestoppt worden. „Sie mussten das Pferd ausladen und zurückgeben.“  bab

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