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Zwischen 600 und 1500 Meter bis zum nächsten Laden

Samtgemeinde Lindhorst / Infrastruktur Zwischen 600 und 1500 Meter bis zum nächsten Laden

Zwischen 600 und 1500 Meter beträgt die durchschnittliche Entfernung der Lindhorster zur nächsten Einkaufsmöglichkeit. Dies geht aus einem Vortrag der Landkreis-Mitarbeiterin Sonja Beuning hervor. Diese Werte seien gut, es gebe aber auch weniger positive Erkenntnisse über die Samtgemeinde.

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In Beckedorf sind die Einkaufsmöglichkeiten zentral gelegen: Rechts die Schilder der Arztpraxen, am linken Bildrand sind noch Sparkasse und Versicherungsfiliale zu erkennen. Ein Stück weiter an der Ortsdurchfahrt folgt „Tante Suses Lädchen“. © gus

Samtgemeinde Lindhorst (gus). Die infrastrukturellen Distanzen sind Teil einer Entwicklungsstudie. Errechnet wurden die Entfernungen zu allen Lebensmittelgeschäften und bezogen auf alle Orte der Samtgemeinde. Zu den erfassten Einkaufsmöglichkeiten zählen auch Kioske, Bäcker und Metzger.

1000 Meter sind der Mittelwert für alle Orte in der Region Weserbergland. In Uchte liegt die Entfernung der Menschen zur nächsten Einkaufsmöglichkeit beispielsweise bei 7,5 Kilometer. In dem Zusammenhang verwies Beuning auf die älter und damit weniger mobil werdende Bevölkerung sowie den nicht gerade luxuriösen Öffentlichen Personennahverkehr auf dem Lande.

Beuning, Mitarbeiterin des Landkreis-Amtes für Wirtschaftsförderung und Regionalplanung, erläuterte dies anhand eines Arbeitspapiers über die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs und der Überalterung für den hiesigen Bereich. Der Titel lautete „Gestaltung der Daseinsvorsorge im demografischen Wandel“.

Enthalten war auch eine Stärken- und Schwächenanalyse der einzelnen Kommunen. Demzufolge sind die Steuereinnahmen der Samtgemeinde Lindhorst überdurchschnittlich stark gesunken. Andererseits ist die Arbeitslosenquote in der Kommune recht niedrig. Bei der Bevölkerungsentwicklung fällt das Fazit durchwachsen aus.

Dem sogenannten Jung-Gutachten zufolge, die der Ausarbeitung, die Beuning vorstellte, zugrunde lag, soll die Samtgemeinde Lindhorst beim Schrumpfen etwas besser abschneiden als der Landkreis, für den eine Bevölkerungsabnahme von elf Prozent bis 2025 prognostiziert wird. Fünf bis zehn Prozent sollen es für Lindhorst werden.

Die Entwicklung der Schul-Infrastruktur bewertete Beuning als wenig besorgniserregend. Dies las sie allerdings lediglich aus den zu erwartenden Geburtenzahlen ab. Diese sind lediglich für die Grundschule aussagekräftig, da die weiterführende Magister-Nothold-Schule auch von Jugendlichen der Nachbarkommunen besucht wird, während Lindhorster Schüler die Samtgemeinde verlassen müssen, um beispielsweise ein Gymnasium oder eine IGS zu besuchen.

Um dem Trend zu wachsenden Leerständen und dem Abwandern von Ärzten entgegenzuwirken, sind Beuning zufolge Netzwerke und Gespräche mit allen Beteiligten von der Verwaltung bis zum Gewerbetreibenden nötig. Erste Schritte in diese Richtung habe der Landkreis bereits getätigt. Dazu gehört ein Leerstandskataster.

Geteiltes Echo im Rat

So unterschiedlich sind die Ansichten im Rat zum Thema Infrastruktur und demografischer Wandel: Heinz Brunkhorst forderte, dass auf der Grundlage der Erkenntnisse Partei übergreifend über die Auswirkungen auf die Samtgemeinde Lindhorst nachgedacht wird. „Vorausschauend“, wie es der CDU-Politiker ausdrückte. „Es geht darum, die Dinge umzusetzen“, stimmte Beuning zu. Klaus Baxmann (SPD) meinte indes: „Wir sind hier in Lindhorst gut aufgestellt.“

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