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110000 Euro für zehn Höhenmeter

Bad Nenndorf 110000 Euro für zehn Höhenmeter

Die Treppenanlage zwischen der Kreuzstraße und der Hauptstraße soll erneuert werden. Der Bauausschuss votierte für eine entsprechende Planung des Ingenieurbüros Kruse. Unumstritten war die Entscheidung indes nicht.

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Die 75-Meter-Treppe soll für viel Geld umgestaltet werden.

Quelle: gus

BAD NENNDORF. Die Pläne dafür sehen unterschiedliche Anordnungen von Treppenstufen und Absätzen vor. Die Stufen würden einerseits unterschiedlich hoch und entweder in regelmäßiger Folge oder in unregelmäßiger Folge angelegt, sprich: Jeweils eine Stufe und ein Absatz nacheinander oder aber Absätze zwischen mehrstufigen Treppenabschnitten.

Die Stufen würden mit zwei Metern etwas breiter als jetzt. Auf der 75 Meter langen Strecke überwinden Passanten knapp zehn Höhenmeter, was eine Steigung von gut zwölf Prozent bedeutet. Für Sehbehinderte sollen am Ende der Absätze sogenannte taktile Elemente eingebaut werden, die – mit dem Blindenstock erfasst – anzeigen, dass kurz darauf wieder eine Stufe folgt.

Die Kosten sind für die Stadt nicht ganz unproblematisch: Sie liegen zwischen 100000 und 110000 Euro. Die Verwaltung favorisierte eine Lösung mit 16 dreistufigen Treppenabschnitten. Diese Variante verteile das Gefälle am gleichmäßigsten, ist mit 110000 Euro aber andererseits am teuersten. Ralph Tegtmeier (SPD) hielt diese Variante auch deshalb für die beste, weil ihn die Ungleichmäßigkeit der jetzigen Treppe störe. Der SPD-Politiker war aber für eine Rinne, in der Fahrräder neben der Treppe hergeschoben werden können – möglicherweise eigne sich dafür auch eine Entwässerungsrinne. Die Idee fand Stadtdirektor Mike Schmidt grundsätzlich gut, er riet aber zu einer Extra-Rinne.

vier Ja- und zwei Nein-Stimmen

Heinrich Steding (CDU) riet hingegen zur Radikallösung: Die Treppe könne ganz weg. Denn sie sei nicht zwingend nötig, da es eine Fußwegstrecke über Kreuzstraße und Horster Straße gebe. Gehbehinderte würden von keiner der drei Varianten profitieren. Mit der Streichung würde die Stadt viel Geld sparen.

Ein Anwohner sprach sich dafür aus, das Geld für die Anlage eines Tisches mit Sitzbänken, wie es sie jetzt gibt, zu sparen. Dort säßen nur Jugendliche herum und hielten nächtliche Saufgelage ab, sodass die Menschen in den benachbarten Häusern nicht schlafen können. Imke Hennemann-Kreikenbohm (Grüne) war hingegen für einen Verschnaufpunkt in der Mitte der Strecke. Die Kosten dafür belaufen sich auf 7000 Euro. Ferner riet sie zu einem durchgehenden Geländer, angedacht war, nur im Bereich der Stufe eines zu installieren.

Der Ausschuss votierte mit vier Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung für die auch von der Verwaltung vorgeschlagene Ausführungsvariante inklusive eines durchgehenden Geländers. Um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben, soll zugunsten des Komplett-Geländers der Sitzbereich gestrichen werden. Eine Rinne für Fahrräder wird es nicht geben. Zwei Drittel der Kosten bezieht die Kommune aus dem Stadtentwicklungsprogramm. gus

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