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120 Grundstücke oder Freibad?

Bedenken im Bauauaschuss 120 Grundstücke oder Freibad?

Der Bauausschuss hat sich mit dem möglichen nächsten großen Baugebiet in Bad Nenndorf beschäftigt. Anknüpfend an das Vordere Hohefeld soll nun das Hintere Hohefeld entstehen – mit gut 120 neuen Grundstücken. Im Ausschuss gab es Bedenken.

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Bad Nenndorf. Stadtplaner Matthias Reinold stellte das von der Volksbank entwickelte Baugebiet vor und erklärte, dass die Erweiterung des Hohefelds die logische Konsequenz ist. Mit dem neuen Abschnitt sei die Entwicklung an der Stelle dann abgeschlossen, weil das Sportgelände, das geplante Feuerwehrhaus, die Biogasanlage und das Klärwerk eine begrenzende Wirkung haben.

Zwar sei die Innenentwicklung nicht außer Acht zu lassen, doch diese könne kein großes Baugebiet ersetzen. So steht es auch im Vorbericht der Verwaltung: Mit innerstädtischer Nachverdichtung – dem Umwidmen von Lücken in den Siedlungsgebieten zu Bauflächen – lasse sich kein vergleichbares Potenzial erschließen.

Das Hintere Hohefeld sieht laut Reinholds Entwurf ähnlich aus wie das Vordere Hohefeld. Zwei Ausfahrten sollen in die Westliche Entlastungsstraße, eine in das Vordere Hohefeld führen. Eine Grünfläche mit Regenbecken ist am nordöstlichen Rand vorgesehen. Die Häuser dürfen bei einstöckiger Bauweise 9,50 Meter, bei zweigeschossiger Bauweise zwölf Meter hoch werden.

Die Feuerwehr-Pläne und eine Option auf einen weiteren Sportplatz wirken sich nach Reinolds Einschätzung nicht negativ auf das Baugebiet aus. Schließlich ist auch ein Lärmschutzwall vorgesehen. Allerdings müsste die Option auf einen Freibad-Bau gestrichen werden, weil der in einem Freibad erzeugte Lärm dann doch nicht zumutbar wäre, so Reinold.

Bernd Zimmermann (WGN) kritisierte die hohe Zahl an Grundstücken und deren Größe, die zwischen 600 und 800 Quadratmetern liegt. Außerdem rieb er sich an dem Umstand, dass erneut Ausgleichspflanzungen auf Privatflächen vorgesehen sind, die in der Vergangenheit häufig nicht umgesetzt wurden. Er plädierte für einen neuen Flächennutzungsplan, ehe das Hintere Hohefeld beschlossen wird.

Den Wegfall der Freibad-Option bemängelte der WGN-Politiker ebenso wie Erich Thies (CDU) und Ralph Tegtmeier (SPD). Das Problem könne per Grundbuch-Eintrag gelöst werden, wobei sich die Käufer der Grundstücke mit dem möglichen Bau einer Badeanstalt einverstanden erklärten. Tegtmeier bat um Prüfung, ob weitere Lärmschutzmaßnahmen ein Freibad ermöglichen.

Bedenken gab es auch mit Blick auf die Belange der Nordgemeinden. Lutz Oltrogge (SPD) warnte zudem davor, dass das wiederum von der Volksbank geplante Baugebiet die Stadt behindern könnte, sollte diese später eigene Wohngebiete ausweisen und vermarkten wollen. Auf dem Lay sei das letzte eigene Projekt der Kommune gewesen. Oltrogge spielte auf das Harms-Gelände an. Stadtdirektor Mike Schmidt kündigte diesbezüglich eine baldige Entwicklung an.

Der Ausschuss votierte am Schluss nicht für die Aufstellung des Bebauungsplans. Erst wollen sich die Politiker noch genauer mit der Materie befassen.

Erst Alternativen prüfen

Frank Steen (WGN) monierte, dass die Vorgabe des Verwaltungsausschusses von August 2014, eine konzeptionelle Untersuchung der Stadt auf mögliche alternative Bauflächen vorzunehmen, nicht umgesetzt wurde. Jetzt werde gleich der Entwurf des Bebauungsplans für das Hintere Hohefeld präsentiert. Er sei zwar nicht gegen das Baugebiet, wolle aber keinen „Schnellschuss“. Erst müsse der Flächennutzungsplan überarbeitet werden. Ein Antrag Steens, die Präsentation im Bauausschuss zu verschieben, fiel knapp durch.

gus

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