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3468 Stimmen für die Sanierung

Bad Nenndorf / Kurhaus 3468 Stimmen für die Sanierung

Die Bürger Bad Nenndorfs haben am Sonntag mit deutlicher Mehrheit für die Sanierung des Kurhauses votiert. 60,4 Prozent der Wähler machten ihr Kreuz beim ersten Bürgerentscheid der Kurstadt im „Ja“-Kästchen, nur 39,59 Prozent entschieden sich für die Antwort-Option „Nein“. Die Mindestzahl an Stimmen, um dem Entscheid zur Gültigkeit zu verhelfen, erreichten die Initiatoren des Plebiszits deutlich. Damit ist der Rat nun an dieses Votum gebunden.

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Die Bürger Bad Nenndorfs haben mit 60,4 Prozent der Stimmen für die Sanierung des Kurhauses votiert.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Die Auszählung der Stimmen verlief vom Start weg pro Abriss-Gegner. Als erstes Wahllokal hatte jenes im Stadtteil Horsten bereits gegen 18.30 Uhr die Stimmabgabe für den Bürgerentscheid ausgewertet. Dort hatten 76 Menschen mit Ja votiert, 34 mit Nein, fünf hatten einen ungültigen Wahlzettel abgegeben. Doch damit begann die Arbeit für die Auszähler erst, denn zuvor hatten diese die Bögen der Bundestagswahl auszuwerten gehabt, erst danach machten sie sich an den Bürgerentscheid.

 Nach drei von elf Bezirken zeichnete sich dann aber ebenfalls eine Mehrheit pro Sanierung ab – 60,3 Prozent der Wähler hatten zu dem Zeitpunkt mit Ja gestimmt, 39,7 Prozent mit Nein. Als die Zahl der ausgewerteten Bezirke die Hälfte überschritten hatte, konnten die Sanierungsbefürworter allmählich zur Siegerpose ansetzen, da auch nach dem sechsten Bezirk noch immer fast zwei Drittel für die Sanierung gestimmt hatten: 59,9 zu 40,1 Prozent lautet der Zwischenstand. Die Wahlbeteiligung lag da sogar bei beachtlichen 77,1 Prozent.

 Nach dem siebten Wahlbezirk festigte sich das Bild, und vor allem war das nötige Quorum von 2225 Stimmen, das den Entscheid erst gültig werden ließe, fast erreicht: 2025 Bad Nenndorfer hatten ihr Kreuzchen bei Ja gemacht. Aus den verbleibenden vier Bezirken benötigten die Initiatoren also nur noch 200-Ja-Stimmen.

 Nach dem 8. Bezirk war diese Hürde genommen: 2403 Ja-Stimmen waren registriert. Als das zehnte Lokal ausgewertet war, stand der Erfolg des Entscheids amtlich fest, da die Sanierungsbefürworter mit 3065 Stimmen exakt 1000 Voten Vorsprung verzeichneten – so viele Wahlbögen waren da schon gar nicht mehr auszuzählen.

 Am Schluss, um 20.36 Uhr, lag die Wahlbeteiligung aber doch nur bei 63,8 Prozent, also deutlich unter der Abstimmungsquote der Bundestagswahl. Dennoch hatten die Initiatoren des Bürgerentscheids 3468 Stimmen (60,4 Prozent) für ihr Anliegen gewonnen. 2273 Bad Nenndorfer (39,59 Prozent) votierten mit Nein zur Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes. Insgesamt hatten 5838 von 9154 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 97 ungültige Wahlzettel befanden sich in den Urnen.

 „Ich bin völlig aus dem Häuschen und danke den vielen Sympathisanten für ihre Unterstützung“, erklärte Dorit Kosian, Sprecherin der Bürgerinitiative pro Kurhaus, in einer Stellungnahme am Sonntag. Der Rat der Stadt ist nun an diese Entscheidung gebunden, muss die Sanierung des Kurhauses fortsetzen. gus

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