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Bad Nenndorf Abstiegskampf

Radfahren auf der Kurpark-Promenade: Ja oder nein? Über diese Frage sind sich die Mitglieder des Bad Nenndorfer Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsausschusses erwartungsgemäß uneins gewesen.

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Radfahren auf der Promenade: Für die einen ist das ein rotes Tuch, für die anderen eine Selbstverständlichkeit.

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Die Meinungen gingen selbst innerhalb der Parteien auseinander. Mit einem denkbar knappen Ergebnis von vier Ja- zu vier Nein-Stimmen bei einer Enthaltung wurde eine Änderung der bestehenden Kurparksatzung abgelehnt, Radfahrer sollen also weiterhin absteigen und schieben. Das letzte Wort wird am Mittwochabend der Verwaltungsausschuss (VA) haben.

 Einer der Argumentatoren pro Radfahren auf der Promenade war CDU-Mitglied Erich Thies. Ohnehin habe die Kurparkordnung eine Überholung nötig, da sie noch aus der Zeit stamme, als der Kurpark noch in der Hand des Landes Niedersachsen lag, sagte er. Für das Radfahren spreche unter anderem, dass viele Bad Nenndorfer aus der Südstadt diesen Weg nutzten, um in die Innenstadt zum Einkaufen zu fahren. Als Alternative zur Promenade könnten diese nur die Bahnhofstraße hinunter- und anschließend die Kurhausstraße wieder hinauffahren, um in die Fußgängerzone zu gelangen.

 Ein weiteres Problem sah er in der fehlenden Ahndung. Wenn man schon solche Ge- und Verbote aufstelle, müsse die Übertretung auch Konsequenzen nach sich ziehen können. Ihm habe aber noch niemand sagen können, wer im Kurpark dafür verantwortlich zeichnet, die Einhaltung des Verbots wenigstens sporadisch zu überprüfen.

 Bad Nenndorfs Bürgermeisterin Gudrun Olk (SPD) sprach sich weiterhin gegen das Radfahren im Kurpark aus. „Auf einer Promenade muss es möglich sein, entlangzuspazieren, ohne von Radfahrern touchiert zu werden.“ Die Strecke von der Park- bis zur Kurhausstraße sei durchaus kurz genug, „dass man von Radfahrern erwarten kann, dass sie absteigen und schieben“. Eine fehlende Kontrolle könne kein Argument dafür sein, dort Rad zu fahren. Zu ruhigen Zeiten, wenn im Kurpark wenig los sei, hätten trotz des Verbots die meisten sicherlich nichts gegen das Befahren. „Aber nicht im normalen Betrieb“, so Olk.

 Bei der ersten Abstimmung zu diesem Punkt lautete das Abstimmungsergebnis zunächst fünfmal Ja zu viermal Nein, wie Heinrich Bremer, Leiter des Amtes für Zentrale Dienste, auf Anfrage erklärte. Als dann aber die Frage zur endgültigen Abstimmung über die Änderung der Verordnung aufkam, änderte sich eine der Ja-Stimmen in eine Enthaltung. Unter anderem war während der weiteren Diskussion nämlich noch die Problematik der Beschilderung aufgekommen. Denn sollte das Radfahren auf der Promenade erlaubt sein, im restlichen Kurpark aber nicht, müssten all diese Wege eine entsprechende Beschilderung erhalten.kle

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