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Bad Nenndorf „Abwasch“ auf dem Trockenen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf „Abwasch“ auf dem Trockenen
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00:21 21.12.2015
Zunächst werden alle Teile des Brunnens kombiniert, doch bis zum Frühjahr bleibt der Tassenturm noch allein stehen. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Angereist war das Monteurteam um Projektleiter Joachim Sing mit der wertvollen Fracht bereits am Donnerstagabend. Denn gleich bei Tagesanbruch sollte die Arbeit losgehen. Zunächst wurde der Hauptteil der Aluminium-Skulptur – der viel zitierte Tassenstapel – vom Lastwagen gehoben und in Position gebracht. In Absprache mit Mandy Keppel vom Bauamt richteten die Monteure den Turm so aus, dass die Passanten, die von der Innenstadt aus zur Promenade gehen, später auf den Wasserschwall blicken.

Dann traf Künstler Timm Ulrichs in Begleitung Waldemar Kronhardts von der Firma Kaufhold ein. Gemeinsam berieten die Akteure, wie die übrigen Elemente – eine weitere Tasse und zwei Untertassen – anzuordnen sind, damit der visuelle Eindruck stimmt, aber auch das Wasser nicht über die von Kaufhold angefertigte Wanne hinausspritzt. Da aber kein Probelauf geplant war, vertagten die Diskutanten die Sache aufs Frühjahr, wenn der Brunnen offiziell eingeweiht werden soll.

Ein Probelauf wäre extrem zeitaufwändig gewesen, weil dafür erst 8000 Liter Wasser in die Anlage hinein- und danach wieder herausgepumpt werden müssen. Und der Dauerbetrieb kann ohnehin erst nach Ende des Winters starten. So wurde nur der Tassenstapel fest verankert, die drei übrigen Elemente wurden von der Stadt eingelagert. Zur finalen Montage reisen noch einmal Mitarbeiter der Gießerei aus Süßen nach Bad Nenndorf, auch Ulrichs ist dann noch einmal vor Ort.

Die Reaktionen waren – wie erwartet– gemischt. Die Äußerungen der Passanten reichten von „das ist ein Alleinstellungsmerkmal“ über „kann man sich dran gewöhnen“ bis „ganz scheußlich“. gus

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