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Ärger im Paradies

Elternvertreterin äußert Bedenken zum Pausenhof der Berlin Schule Ärger im Paradies

Nachdem in der vergangenen Woche der aufwendig sanierte Schulhof der Berlin-Schule offiziell eingeweiht worden war (wir berichteten), hat sich nun Elternvertreterin Silke Olbresch an die SN gewandt und „im Namen einiger besorgter Eltern“ Kritik an den neuen Geräten geäußert.

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Das Raumnetz wird zur Pause von einem Lehrer überwacht.

Quelle: JS

BAD NENNDORF. „So ein Abenteuerspielplatz ist super, aber doch nichts für eine Grundschule“, so Olbresch. Sie und andere Elternteile befürchten, dass durch das neue Angebot nicht nur eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Jungen und Mädchen bestünde, sondern auch das Aggressionspotenzial der Kinder durch die neuen Angebote zunehme. Außerdem moniert sie, dass jedwede Kritik von Eltern „abgeschmettert“ wurde, Väter und Mütter kaum in die Planung einbezogen waren, zu wenig Aufsichtspersonal auf dem Schulhof unterwegs sei und dass die Errichtung von drei Fußballfeldern bei einem Mädchenanteil von 50 Prozent „diskriminierend“ sei.

„Wir nehmen die Sorgen der Eltern natürlich ernst“, sagt Schulleiter Torsten Rolke. Allerdings berge jeder Schulhof die Gefahr einer Verletzung. Vor Errichtung der neuen Anlagen „hatten die Kinder lediglich eine Asphaltspielfläche und ein paar Metallspielgeräte aus den 60er Jahren“, sagt Rolke. Gerade das großräumige Verlegen von Fallschutzplatten hat die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Schürfwunden an Händen und Knien minimiert“, ist sich Rolke sicher.

Mädchen haben bekommen, was sie wollten

Außerdem haben die Jungen und Mädchen noch vor wenigen Wochen gar nicht gewusst, was sie mit ihrer Zeit und Kraft in der Pause anfangen können. „Jetzt können sie aus vielen Angeboten ihr passendes auswählen – inklusive Ruhezonen“, sagt der Schulleiter.

Sowohl Eltern als auch Kinder seien von Beginn an am Entstehungsprozess des Spielplatzes beteiligt gewesen. Entsprechend ärgert sich der Pädagoge besonders über den Vorwurf, die neue Anlage sei diskriminierend gegenüber Mädchen. „Bei einer Umfrage wollten sie vor allem Holzpferde, Hütten, etwas zum Balancieren sowie Bänke zum Malen – und das haben sie alles bekommen“, so Rolke. Auch Nicola Uthe vom Förderverein, die die Spielwiese konzipiert hat, spricht davon, dass ein Großteil der neuen Geräte „a-sexuell“ sei.

In Sachen Sicherheit hat sich ebenfalls etwas getan. Statt zwei überwachen jetzt drei Lehrkräfte die Schüler auf den Pausen – ein Pädagoge hat dabei schwerpunktmäßig die Kletterpyramide im Blick, während sich ein anderer um die die Hügellandschaft kümmert. Unterstützt werden die Lehrer außerdem von vier bis fünf Kindern der AG Streitschlichter. „Und natürlich sind alle unsere Spielgeräte von der Samtgemeinde und den zuständigen Stellen überprüft und abgenommen worden“, so Rolke. Das bestätigt auch André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales. js

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