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Aktiv-Paten gesucht

Bad Nenndorf / „Tandem-Mentoren-Projekt“ Aktiv-Paten gesucht

Das „Tandem-Mentoren-Projekt“ geht in das fünfte Jahr seines Bestehens. Und die beiden Hauptverantwortlichen, Elisabeth Meyer-Engelke und Mirja Wedtke, haben viel vor. Dafür suchen sie Freiwillige, die Lust haben, mit Kindern Zeit zu verbringen und dabei Sinnvolles zu tun.

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Wollen Kindern eine Steighilfe auf der schulischen Erfolgsleiter bieten: Elisabeth Meyer-Engelke (links) und Mirja Wedtke.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Bad Nenndorf. Seit 2009 gibt es die „Tandem-Mentoren“, die mit Grundschülern lesen, Hausaufgaben machen oder sogar ganze Nachmittage verbringen. Ziel ist es, das Potenzial von Jungen und Mädchen auszuschöpfen, die in der Schule Probleme mit dem Lernen haben. Ein wichtiger Aspekt ist die Sprachförderung, wobei die Lesepaten zum Einsatz kommen. Doch eigentlich ist der Anspruch noch größer: Die Kür, so Meyer-Engelke, sind Aktiv-Patenschaften, bei denen ein Kind einen Erwachsenen in dessen Zuhause besucht. Dort können dann Schularbeiten gemacht werden, aber auch Gartenarbeit. Oder das „Tandem“ werkelt im Hobbykeller. Die Jungen und Mädchen sollen einen verlässlichen Begleiter haben, den sie einmal wöchentlich treffen. „Die Kinder sollen spüren: Da ist jemand, der nur für mich da ist und Zeit für mich hat“, erläutert Wedtke. Das steigere das Selbstwertgefühl.

„Keine Bildung ohne Bindung“ formuliert Meyer-Engelke das Prinzip. Die Paten bekommen dabei auch etwas zurück, weil sie erfahren wie sich die Schützlinge in der Schule verbessern. Nicht selten werde beispielsweise aus einem Hauptschul- ein Realschulkandidat. Und die Paten haben eine große Bandbreite an Möglichkeiten zu sinnstiftender Betätigung, so Meyer-Engelke.
Derzeit sind 35 Mentoren für 41 Grundschüler zuständig. Gestartet war das Projekt mit zwölf. Der Bedarf ist also da. Und er steigt: Auf der Warteliste stehen noch vier Namen, neue dürften hinzukommen. Daher sind neue Mentoren jederzeit willkommen.

Der normale Ablauf ist, dass sich jemand zu einer Lesepatenschaft bereit erklärt. Dazu treffen sich der Pate und das „Patenkind“ zunächst viermal probehalber in der Schule. Stimmt die Chemie, ist ein neues „Tandem“ gefunden. Mit der Zeit kann sich der Pate zusätzlich zum reinen Lesen auch als Hausaufgabenhelfer betätigen. Im Idealfall entsteht daraus eine Aktiv-Patenschaft, die dann außerhalb der Schule fortgesetzt wird.
Meyer-Engelke will das Projekt auch auf das Gymnasium Bad Nenndorf ausweiten, da es auch dort Bedarf gebe. Für andere weiterführende Schulen existierten bereits Förderprogramme, nicht aber fürs Gymnasium. Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich als Mentor zu betätigen, kann sich unter Telefon (0 57 23) 91 43 35 weiter informieren.

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