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Alles, nur keine Traumtänzer

BAD NENNDORF Alles, nur keine Traumtänzer

Tanzen hat seit Jahren einen festen Platz im VfL Bad Nenndorf. Die Abteilung hat dem Verein schließlich auch überregionales Renomée eingebracht, gewannen die Tänzer doch zahlreiche Meistertitel bis hoch zur Landesebene. Doch elitär geht es in der Sparte keineswegs zu. Und dessen Leiterin, Annette Harnitz, legt auf eines besonderen Wert: eine funktionierende Gemeinschaft.

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Raingard Kunze (links) und Annette Harnitz mit den Jüngsten.

Quelle: ar und pr.

BAD NENNDORF. Tanzen hat seit Jahren einen festen Platz im VfL Bad Nenndorf. Die Abteilung hat dem Verein schließlich auch überregionales Renomée eingebracht, gewannen die Tänzer doch zahlreiche Meistertitel bis hoch zur Landesebene. Doch elitär geht es in der Sparte keineswegs zu. Und dessen Leiterin, Annette Harnitz, legt auf eines besonderen Wert: eine funktionierende Gemeinschaft.

Denken Laien an Tanzsport, haben sie elegante Kleider, Fracks, Hochsteckfrisuren und Theaterschminke vor Augen. Dies trifft auf die Turniertänzer auch zu, und sie sind ein wichtiger Part der Abteilung. Diese hält aber Angebote für alle Altersklassen und Interessenlagen vor. Dafür sorgen auch einige Neuerungen der vergangenen Jahre. Da wäre zum Beispiel der Bereich Tänzerische Körperschulung für Kinder ab viereinhalb Jahren unter der Leitung von Loris Zambron. Den Begriff Ballett lehnte die Abteilung ab, um Eltern nicht zu verschrecken. Denn das Training in drei Altersgruppen (donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr) soll die Mädchen und Jungen nicht bühnenreif machen. Vielmehr lernen sie beim Tanzen ihre motorischen Fähigkeiten kennen. Zu sehen sind die Mädels am Sonnabend, 26. November, um 16.30 Uhr in der Lindenpark-Residenz.

Hip Hop gibt es ebenfalls erst seit kurzem, Diana Kurbanova leitet freitags zwei Altersgruppen. Regelrecht durch die Decke gegangen ist die dritte Neuerung: Modern Line Dance. Die Gruppe, die dienstags zwischen 17.45 und 18.45 Uhr im VfL-Dorado trainiert, wird von Christa Wilke geleitet. In legerer Kleidung üben die Mitglieder ihre Formationen ein, wobei sie nicht im Western-Stil tanzen.
Dieses Angebot eignet sich Harnitz zufolge auch für Menschen, die gern Tanzen wollen, aber keinen Partner haben – oder zumindest keinen Partner, der sich etwas aus Tanzen macht. An dieselbe Zielgruppe ist Single-Tanz für Senioren gerichtet. Diese Gruppe trifft sich dienstags um 15 Uhr im Dorado, die Teilnehmer bewegen sich frei zur Musik, gelegentlich werden auch Formationen geübt.
Selbstverständlich gibt es außer diesen und den Turniertanzgruppen noch viele Standardtanztermine – für Anfänger und Fortgeschrittene.

Raingard Kunze (links) und Annette Harnitz mit den Jüngsten.

Der Unterschied zu Tanzkursen besteht darin, dass keine Anzahl an Übungsabenden festgelegt wird. Und die Tänzer können sich wünschen, was trainiert wird – das kann mal mehr Cha-cha-cha, mal mehr Tango sein, in anderen Phasen liegt der Fokus vielleicht auf Discofox oder Salsa. Darüber hinaus bietet der VfL Workshops an, die sich gezielt auf einen bestimmten Tanz beschränken. Daran können auch Mitglieder anderer Vereine teilnehmen.

Ein weiteres Angebot bilden temporäre Workshops, die phasenweise mehrere Übungstermine in Serie vorsehen, dann eine Weile ruhen und danach erneut mit einer Übungsserie fortgesetzt werden – bei offenem Ende. Ein Discofox-Workshop, ein Tango-Workshop und ein Latin-Workshop laufen bereits. Tänzer, die nicht im VfL sind, können mitmachen, bezahlen aber eine Gebühr.
Zentrale Elemente der Tanzsparte sind die Turniere. Davon gibt es in Bad Nenndorf zwei pro Jahr. Das nächste steigt am 12. Februar, 13 Uhr, im VfL-Dorado. Außerdem reisen die Turniertänzer zu auswärtigen Wettbewerben – zuletzt sogar bis nach Wuppertal. „Wir haben viele hervorragende Paare“, betont Harnitz.

Doch über allem steht für sie die soziale Komponente der Abteilung, die 300 Mitglieder zählt. Bei Turnieren und Feiern packen Helfer quer durch alle Bereiche mit an, vom Senior bis hin zum Turniertänzer. Hinzu kommen Ausflüge der Abteilung. „Alle sind integriert“, betont Harnitz. Auch die Identifikation mit dem VfL als Verein ist ihr wichtig. gus

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