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Ampel oder Einbahnstraße?

Baustelle an der Bahnhofstraße Ampel oder Einbahnstraße?

Dass eine Baustelle für Verkehrsteilnehmer und Anlieger nie besonders erfreulich ist, ist kein Geheimnis. Die Baustelle an der Bad Nenndorfer Bahnhofstraße sorgt derzeit allerdings für ziemlichen Aufruhr unter Geschäftsleuten.

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Statt einer Einbahn-Lösung hat die Bahnhofstraße eine Ampelregelung erhalten, damit sie beidseitig befahrbar bleibt. Ob das die beste Lösung war, darüber scheiden sich derzeit die Geister.

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Während Tankstellenbesitzer Wolfgang Seifert seiner Zeit mit der Unterstützung anderer Geschäftsleute die Stadt davon überzeugte, statt einer Einbahnstraßen- die bestehende Ampelregelung einführen zu lassen, formiert sich jetzt ein Widerstand unter der Leitung von Tamara Haupt, Betreiberin der „Blumenfee“, gegen Seifert und dessen Initiative in Sachen Baustelle.

 Was Haupt als Erstes stört, ist, dass viele der Geschäftsleute, die Seifert für die Ampellösung gewinnen konnte, nicht an der Bahnhofstraße ansässig sind, sondern an anderen Stellen wie der Rodenberger Allee. Diejenigen aber, die die Baustelle am Ende tatsächlich vor der Nase hätten, seien dabei viel zu wenig zu Wort gekommen, sagt sie und beklagt – wie andere auch – einen immensen Umsatzeinbruch. „Für uns geht es hier immerhin um unsere Existenzen.“ Das Fehlen der Bushaltestellen und Fußgängerampeln sei ebenfalls furchtbar. Wegen der ständig wandernden Baustellenabschnitte „lässt sich für uns auch ganz schwer etwas im Voraus planen. Man weiß nie: Wann passiert was?“

 Letztlich habe die derzeitige Regelung in ihren Augen den gleichen Effekt, wie er damals von einer Einbahnstraße befürchtet worden sei – nämlich den, dass vor allem Autofahrer einen großen Bogen um die Bahnhofstraße machten. Nur mit dem Unterschied, so glaubt sie, dass die Sanierung deutlich schneller abgeschlossen worden wäre, wenn erst die eine, dann die andere Seite komplett gerichtet worden wäre.

 Ob das allerdings wirklich stimmt, konnte Bauamtsleiter Bernd Kampen auf Anfrage auf Anhieb nicht bestätigen. Wenn überhaupt sei der Unterschied in der Dauer aber vermutlich nicht sehr gravierend, eine Zeitdifferenz sogar von Monaten, wie ihn Haupt sich erhoffte, halte er für ausgeschlossen. So etwas wäre nur bei einer Vollsperrung der Straße möglich gewesen, so Kampen.

 Seifert selbst kann die Kritik nicht nachvollziehen. Dass eine Baustelle Geschäftsleute immer treffe, sei leider so. Die jetzige Lösung halte er aber immer noch für die beste. Eine dauerhafte halbseitige Sperrung wäre am Ende noch weit schlimmer für die Geschäftsleute gewesen. „In dem Fall wäre zum Beispiel der Parkplatz der ,Blumenfee‘ doch für ein halbes Jahr komplett dicht gewesen.“ So habe die Baustelle nur für kurze Zeit die Einfahrt blockiert, die jetzt wieder frei sei. Nach Ansicht von Haupt verzögert das ständige Bestehen von Seifert auf die kurzen Bauabschnitte die Arbeiten immens. kle

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