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Anbau für „Riesenhaus“ möglich

Bad Nenndorf Anbau für „Riesenhaus“ möglich

Obwohl an der Hauptstraße der Kurstadt eigentlich keine weiteren „Hochhäuser“ entstehen sollten, könnte der größte Wohnkomplex nun sogar erweitert werden.

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Das große Wohnhaus könnte zusätzlich mit einem Anbau versehen werden.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Dies ist eines der Ergebnisse der jüngsten Diskussion um diesen Bereich. Die Änderungen am Bebauungsplan für Hauptstraße und Immenkamp sind vom Bauausschuss in ihrer vorliegenden Form für gut befunden worden. Ziel ist es, dort die Gebäudehöhen zu begrenzen. Diplom-Ingenieur Ivar Henckel stellte den Politikern die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung vor.

Das evangelische Kirchenamt Wunstorf hat darauf hingewiesen, dass die Kirche Nachteile von der Planänderung hätte. Denn vorgesehen sei gewesen, auf dem Grundstück unterhalb der Kirche noch ein Gebäude zu errichten. Entsprechende Pläne existierten bereits im Kirchenvorstand der St.-Godehardi-Gemeinde.

Dieses Gebäude könnte genauso hoch ausfallen wie der benachbarte Wohnkomplex, wie aus einer Planzeichnung Henckels hervorging. Daher soll die Ausweisung als Grünfläche an der Stelle zurückgenommen werden, so der Wunsch des Kirchenamtes. Diese Grünfläche hatte der Ausschuss in der vorangegangenen Debatte befürwortet. Wegen dieser Änderung müsste der Entwurf des Bebauungsplans (B-Plans) noch einmal öffentlich ausgelegt werden.

Auch der Denkmalschutz hat Henckel zufolge detailliert Stellung genommen. Diese hat aber zu keinem weiteren Änderungsbedarf geführt. Ein künftiger Bauherr hatte sich einen Meter mehr „Luft nach oben“ für ein jetzt leeres Grundstück unterhalb des Immenkamps gewünscht. Dann würden sich die Gebäudehöhen optisch immer noch an jene der Nachbargrundstücke anpassen.

Volker Busse (SPD) erinnerte daran, dass das Ziel der B-Planänderung ist, Wildwuchs von „Riesenhäusern“ zu verhindern. Vor dem Hintergrund sprach er sich gegen den zusätzlichen Meter im Bereich Immenkamp aus. Auch den Kirchenplänen wollte Busse gern einen Riegel vorschieben. Wer sein Baurecht sieben Jahre lang nicht nutze, habe keinen Anspruch mehr darauf. Und das, was im Plan als Gebäude eingezeichnet war, bezeichnete der SPD-Ratsherr als Verschandelung.

Frank Steen (WGN) konnte sich den von der Kirche angedachten baulichen „Abschluss“ des bestehenden Wohnkomplexes als durchaus gewinnbringend vorstellen. Auch den zusätzlichen Meter am Immenkamp mochte Steen nicht verweigern. Wenn die Stadt große Gebäude per se verbieten möchte, müsse sie andere Instrumente schaffen.

Dem schloss sich Heinrich Steding (CDU) an. Bad Nenndorf habe Potenzial zum Wachsen, und dies sollte nicht nur in der Fläche realisiert werden. Der von Henckel präsentierte Plan schaffe eine gute Mischung. „Wir haben einen Kompromiss, dem ich zustimmen kann“, so Steding.

Der Ausschuss votierte bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung für die Planänderung. Diese muss nun aber noch einmal öffentlich ausgelegt werden. gus

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