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Anstieg nur bei Fahrraddiebstahl und Drogen

Polizeikommissariat veröffentlicht Statistik Anstieg nur bei Fahrraddiebstahl und Drogen

Die Straftaten im Zuständigkeitsgebiet des Polizeikommissariats Bad Nenndorf sind in 2016 zurückgegangen. Bei der Präsentation der Zahlen am Freitag attestierte die Leiterin des Kriminalermittlungsdienstes, Heidrun Schäfer, lediglich bei Fahrraddiebstahl und Drogen einen Anstieg gegenüber 2015.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Bad Nenndorf. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten betrug 1801, was einen Rückgang entgegen dem Landestrend um 89 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Einen Trend mag Schäfer nicht festmachen, auch wenn in den Jahren 2013 (2081) und 2014 (2645) ebenfalls mehr Fälle registriert worden waren. In jenen Jahren seien Delikte während des Naziaufmarsches verstärkt in die Statistik eingeflossen. Generell bewegten sich die Werte im üblichen Rahmen.

„Straftaten gegen das Leben“, also Mord, Totschlag oder versuchter Totschlag, hat es keine gegeben. Bei den Sexualtaten blieb die Zahl mit neun konstant. Im Bereich Vermögens- und Fälschungsdelikte sank das Aufkommen von 537 auf 489. Internetbetrug geht Schäfer zufolge zurück, was auf mehr Vorsicht in der Bevölkerung schließen lässt.

Auch die Zahl der Einbrüche ist gegenüber dem Jahr 2016 rückläufig: Statt 95 Taten wurden nur noch 62 angezeigt. Die Zahl liegt auch unterhalb des Wertes von 2014, als 73-mal eingebrochen worden war. Allerdings bleibt dieser Bereich ein Haupttätigkeitsfeld der hiesigen Polizei. Allein schon, weil die Aufklärungsquote nur bei 18 Prozent liegt.

Professionelle Banden seien für das Gros der Taten verantwortlich, diese seien schwer zu ergreifen. Aber die Polizei lässt nicht locker. „Wir versuchen bei Einbruchsdelikten, für jeden Tatort einen Kriminaltechniker zu bekommen. Die Untersuchungsergebnisse fließen dann in einen bundesweiten Datenaustausch ein“, erklärt Kommissariatsleiter Michael Panitz. Dennoch sei Prävention, sprich: passiver Einbruchschutz, unerlässlich.

Die Verstöße gegen die Drogengesetze haben indes zugenommen – von 88 auf 233. Allerdings hat die Polizei ihre Bestrebungen in diesem Bereich auch verstärkt. „Wir hatten immer vermutet, dass es da eine hohe Dunkelziffer gibt. Das hat sich nun bestätigt“, sagt der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Steffen Arndt.

Zu einem Anstieg ist es auch beim Fahrraddiebstahl gekommen: Die Fallzahl schnellte von 76 auf 109 hoch. Allerdings relativiert sich auch dieser Wert im Vergleich zum Jahr 2014, als sogar 125-mal ein Fahrradklau angezeigt worden war. Einen Grund für den jetzigen Anstieg sieht Schäfer im neuen Fahrradparkplatz am Haster Bahnhof, wo zig Räder ohne Überwachung stehen.

Die Aufklärungsquote liegt bei 62,3 Prozent und somit um gut einen Prozentpunkt über dem Landesdurchschnitt und auch einen Tick höher als 2015. Ein Zuwachs an Delikten im Zusammenhang mit Flüchtlingen ist nicht zu verzeichnen. gus

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