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Anwältin Sandra Glitza spricht über Gesundheitsleistungen

Nicht jeder Igel-Piks ist heilsam Anwältin Sandra Glitza spricht über Gesundheitsleistungen

Über die juristische Seite der Individuellen Gesundheitsleistungen (Igel) hat Fachanwältin Sandra Glitza die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Nenndorf bei deren Stammtisch informiert.

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Spritzen zur Vorbeugung von Arthrose sehen Fachleute durchaus kritisch.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf (gus). Ärzte nehmen für Igel-Leistungen bundesweit jährlich mehr als 1,5 Milliarden Euro ein, erklärte AsF-Chefin Christine Cronjäger in ihrer Einführung.

 Igel meint solche Gesundheitsleistungen, auf die Patienten gegenüber ihrer Krankenkasse keinen Erstattungs-Anspruch haben. Sprich: Die Kassen zahlen nicht, daher müssen Patienten selbst beim Arzt für die entsprechenden Behandlungen aufkommen. Glitza riet dennoch jedem dazu, die eigene Kasse zu fragen, ob diese eine bestimmte Igel-Behandlung nicht doch bezahlt. Dies sei manchmal Verhandlungssache, und oft unterscheiden sich die Leistungskataloge auch.

 Krebsvorsorge, Reiseuntersuchungen, kosmetische Leistungen, Diabetes- und Thrombose-Checks sowie Selbstbehauptungstraining und ähnliche psychologische Angebote sind die typischen Igel-Felder. Insgesamt gibt es mehr als 400 solcher Leistungen. Diese werden entweder vom Arzt empfohlen oder vom Patienten nachgefragt. Grundsätzlich, so Glitza, müssen Ärzte dabei gemäß ihrer Berufsethik handeln, und die Patienten gewissenhaft informieren, ohne Igel-Angebote anzupreisen.

 „Das Erste, was der Arzt machen muss, ist den Patienten darüber aufklären, dass es sich um ein Angebot handelt, das die Krankenkasse nicht bezahlt“, so Glitza. Bei familiärer Vorbelastung hinsichtlich einer bestimmten Erkrankung übernehmen die Kassen manche Igel-Behandlungen. Vor der Behandlung muss ein schriftlicher Vertrag von Arzt und Patient unterzeichnet werden. „Das Ziel ist größtmöglicher Schutz“, so Glitza.

 Es gebe bestimmte Igel, die von Fachleuten als negativ beurteilt werden. Beispielsweise die Glaukom-Früherkennung zur Vorbeugung von grünem Star. Ähnlich bewertet werden die professionelle Zahnreinigung, Ultraschall-Untersuchungen der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung und Hyaluronspritzen gegen Arthrose.

 Glitza verwies zur weiteren Recherche auf die Internetseite www.igel-monitor.de.gus

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