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Asphalt im Kurpark unwahrscheinlich

Bad Nenndorf / Esplanade Asphalt im Kurpark unwahrscheinlich

Groß ist sie nicht, die Chance, dass der von SPD und CDU gewünschte Asphaltweg im Kurpark, Bereich Esplanade, Realität wird. Das hat eine Nachfrage bei der unteren Denkmalschutzbehörde ergeben.

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Der Weg in den Kurpark könnte zur politischen Sackgasse werden. 

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). Harsche Verbalangriffe auf die Bad Nenndorfer Verwaltung hatte es im Rat der Stadt von Volker Busse (SPD) gegeben, weil die Argumente des Rates für den Asphaltweg nicht entsprechend weitergeleitet worden seien. Hauptamtsleiter Heinrich Bremer und Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese versuchten ohne Erfolg, den Sozialdemokraten vom Gegenteil zu überzeugen. Die Verwaltung habe ihre Hausaufgaben nicht gemacht, so Busse. Friedhelm Brandes (CDU) stimmte mit ein: „Versetzung stark gefährdet.“

Damit lagen die Politiker aber falsch. Busse hatte seine Attacke auf einen Satz fußen lassen, indem die Denkmalpflege des Landes Niedersachsen angab, dass die nötigen Beweggründe für eine Genehmigung des Asphaltwegs nicht vorliegen. Doch die Annahme, die Verwaltung habe etwas verschlampt, trifft nicht zu. Kreisbaudezernent Fritz Klebe sagte auf Anfrage dieser Zeitung, die Verwaltung habe in der Tat Informationen geliefert.
Nur: Die vorgelegten Argumente dürften der Denkmalpflege nicht genügen, um sich zu weiteren Zugeständnissen überreden zu lassen. Laut Klebe ist der Denkmalschutz bereits in mehreren Punkten auf den Nenndorfer Rat zugegangen. Beispielsweise seien Plattenwege genehmigt worden, die zuvor abgelehnt worden waren. Es gebe zudem im Plan für den Bereich Esplanade bereits einige Asphaltflächen. Dass die Behörde in Hannover noch eine weitere Kröte schluckt, hält Klebe für unwahrscheinlich.

Soll heißen: Die Argumente des Rates sind der Denkmalpflege zu dünn, denn es gehe unterm Strich um Schmutz. Die Begründung, eine wassergebundene Wegdecke sei für Lastwagen ungeeignet, ist nach Einschätzung Klebes vorgeschoben. Wer sich mit so etwas auskenne, wisse, dass auch 30-Tonner solche Wege befahren können.

Allerdings werde Verschmutzung bei Nässe befürchtet. Dass der Denkmalschutz dies als ausreichend anerkennt, ist in Klebes Augen kaum anzunehmen. Die Ratsmehrheit wolle mit dem Kopf durch die Wand. „Es sieht so aus, als wolle sich da jemand zu 100 Prozent durchsetzen“, so Klebe.

SPD und CDU geht es darum, dass das Areal an der Musikmuschel für Anlieferer vor und nach Veranstaltungen gut zu erreichen ist. Doch in Abstimmung mit der Denkmalpflege hat es bereits einen Kompromissvorschlag gegeben: Die Asphaltspur, die an der Parkstraße beginnen soll, kann verkürzt werden, wenn sie unterhalb des Landgrafenhauses in Richtung Musikmuschel führt. Auf diesen Kompromiss sollte sich der Rat einlassen, meint Klebe, sonst könne die Planung der Esplanade zur unendlichen Geschichte werden. Und schließlich stehen auch Zuschüsse auf dem Spiel.

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