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Auftrag fürs Kurhaus erteilt

Planungskosten umfassen 900 000 Euro Auftrag fürs Kurhaus erteilt

 Allmählich wird es ernst: Der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Bad Nenndorf hat den Planungsauftrag für die Kurhaus-Sanierung an das Architekturbüro pm erteilt. Der Auftrag hat ein Volumen von 900000 Euro.

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So soll das Kurhaus laut der ersten Studie des Büros pm aussehen.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf (gus). Informationen dieser Zeitung zum Abstimmungsergebnis im nicht öffentlich tagenden VA bestätigte der Vertreter des Stadtdirektors, André Lutz, auf Anfrage. Er schränkte aber ein, dass der Beschluss unter dem Vorbehalt gefasst wurde, dass noch die Zustimmung des Rechnungsprüfungsamtes abzuwarten ist. Darüber hinaus soll die Verwaltung noch einmal mit pm über die Auftragssumme verhandeln.

 Der offizielle Bescheid liegt dem Büro pm mit Sitz in Minden und Barsinghausen also noch nicht vor, wie auch Oliver Zech, Mitglied der Geschäftsführung, erklärte. Doch das Büro ist sozusagen prädestiniert für die Rolle des Generalplaners gewesen, hatten dessen Mitarbeiter doch nach dem Kurhaus-Kauf durch die Stadt bereits den Auftrag erhalten, eine Modernisierungsvoruntersuchung anzufertigen.

 Das Kurhaus kennen die Planer also aus dem Effeff. Doch es haben sich einige Rahmenbedingungen geändert, weil viel Zeit ins Land gegangen ist seit der ersten Studie, die 2011 angeschoben worden war. Zech nennt die veränderten Mietverhältnisse – genauer: die geplanten Einzüge von Landkreis und Tanzschule – als Beispiele.

 Alles muss das Architekturbüro trotzdem nicht von Neuem anfertigen, weshalb es ein günstigeres Angebot abgeben konnte als konkurrierende Bewerber. Zum Schnäppchenpreis gibt es die Planung indes nicht, wobei Zech betont, dass nicht sein Büro die gesamten 900000 Euro einstreichen wird. Es habe sich zudem nicht um die Funktion eines Generalplaners gerissen und hätte lieber Ausschreibungen einzelner Gewerke oder Baulose gesehen.

 Jetzt muss pm selbst andere Planer beauftragen. Und diesen werden entsprechende Honorare gezahlt. Deren Höhe richtet sich nach der Honorarverordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), so Zech. Dass die hohe sechsstellige Summe manchen Skeptiker angesichts von angestrebten Gesamtkosten von sechs Millionen Euro erschreckt, kann Zech nachvollziehen.

 Allerdings erläutert der Fachmann, dass allein bei pm zwei Architekten zwei Jahre lang mit der Kurhaus-Sanierung beschäftigt sein werden. Bei allen beteiligten Planungsbüros zusammen sollen es zehn bis zwölf sein. „Da kommt einiges an Arbeitszeit zusammen“, sagt Zech. Und so ergäben sich auch die hohen Kosten. Der Anteil der Planungs- an den Gesamtkosten sei nicht unüblich. Und die 900000 Euro entsprechen nach Angaben von Lutz auch der Summe, die im Finanzierungskonzept der Stadt steht.

 Die Sanierung soll im Frühjahr 2016 beginnen. Bereits ab Herbst 2015 wird der Zentrale Platz davor hergerichtet.

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