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Auto bringt Kind zu Fall

Horsten Auto bringt Kind zu Fall

Die Polizei sucht nach einem Autofahrer, der auf der Kreisstraße 49 zwischen Riepen und Horsten ein Rad fahrendes Kind zum Sturz gebracht hat. Bereits seit Jahren fordern Bürger einen Radweg neben der K49.

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Quelle: Archivfoto

Horsten. Der Unfall ereignete sich bereits am Montag, 19. Oktober, und wurde von Beamten des Polizeikommissariats Stadthagen aufgenommen. Die Polizei Bad Nenndorf wandte sich am gestrigen Montag mit einem Zeugenaufruf an diese Zeitung.

Den Angaben der Beamten zufolge war der unbekannte Verursacher gegen 18.30 Uhr auf Höhe der Auebrücke zu weit in der Mitte der Fahrbahn unterwegs, sodass der zwölfjährige Junge ausweichen musste und zu Fall kam. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu, die ärztlich behandelt werden mussten. Der gesuchte Autofahrer setzte seinen Weg fort, ohne zu stoppen. Wer Hinweise zu dem flüchtenden Fahrzeug und dessen Fahrer geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Bad Nenndorf, Telefon (05723) 9461-0, zu melden.

Die Stelle gilt aus zweierlei Gründen als gefährlich: Einerseits verengt die Auebrücke die Fahrbahn erheblich. Außerdem befindet sich diese Brücke zwischen zwei eng beieinanderliegenden, scharfen Kurven. Seit Jahren fordern Einwohner der Orte Riepen und Horsten einen Radweg entlang der K49. Beim Treffen des Grünen-Kreisverbands in Rodenberg (wir berichteten) hatte der frühere Nenndorfer Samtgemeindebürgermeister, Bernd Reese, nach dem Stand des Verfahrens gefragt. Denn dafür ist der Landkreis verantwortlich.

Kreistagsmitglied Michael Dombrowski berichtete, dass der Ausbau der Kreisstraße grundsätzlich kurz bevor steht. Allerdings stockten die Verhandlungen mit einem Grundstücksbesitzer noch. Dessen Grund und Boden ist für das Anlegen eines Radwegs aber wichtig.

Konkrete Pläne waren im Frühjahr 2015 in Riepen vorgestellt worden. Damals bekräftigten einige Bürger noch einmal, dass die K49 speziell für Kinder gefährlich ist. Diese seien dort aber häufig unterwegs, beispielsweise, um zum Gymnasium zu gelangen. Daher favorisierten Zuhörer und Bad Nenndorfer Politiker grundsätzlich einen separaten Radweg neben der K49. Der Landkreis bat um Unterstützung der Stadt bei den Grundstücksverhandlungen. Innerhalb Horstens ist aber ohnehin nur eine Radspur auf der Fahrbahn vorgesehen.

Ende 2013 war ein Haus an der S-Kurve abgerissen worden. Dies galt als erster Schritt des Straßenausbaus, der dann allerdings weiter auf sich warten ließ. Der jetzige Samtgemeindebürgermeister, Mike Schmidt, hatte es als eines seiner Ziele formuliert, den Radwegbau zu beschleunigen. Die Gepräche mit dem Landeigentümer sind vorbereitet worden und sollen in Kürze beginnen. Der Riepener SPD-Kreistagspolitiker Ralph Tegtmeier findet es ärgerlich, dass der Radwegbau noch nicht umgesetzt wurde. Schließlich sei dieser seit mehr als 30 Jahren im Gespräch. Jetzt sei die Vollendung aber nahe. Dennoch rechnet Tegtmeier mit der Realisierung erst in 2017. gus

Bitte beschleunigen

Ein Kommentar von Guido Scholl

Seit vielen Jahren fordern Bürger zu Recht einen Radweg entlang der Kreisstraße 49. Denn jeder, der das Nadelöhr zwischen Riepen und Horsten selbst regelmäßig passiert – ob mit dem Auto oder mit dem Fahrrad –, dürfte schon die eine oder andere Schrecksekunde erlebt haben, wenn ihm plötzlich ein anderes Fahrzeug bedrohlich nahe kam. So wie es jetzt dem gestürzten Jungen ergangen ist. Brauchten die besorgten Bürger überhaupt ein neues Argument, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, dann haben sie es jetzt bekommen. Der Unfall des Jungen hätte schließlich auch noch viel dramatischer ausgehen können. Jetzt sind umso mehr Rat- und Kreishaus gefragt, die Sache zu beschleunigen, damit möglichst bald keine Kinder mehr unmittelbar auf der K 49 fahren müssen.

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