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B 65-Ausbau: Pläne weiter in der Kritik

Stadt soll drei Millionen Euro zahlen B 65-Ausbau: Pläne weiter in der Kritik

Die Pläne für den B65-Ausbau hat der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf am Montag ausgesprochen kritisch bewertet. Aus den Reihen der 40 Zuhörer war kaum Positives zu vernehmen. Besonderes Ärgernis: Die Stadt soll nun mit drei Millionen Euro statt der vereinbarten 1,3 Millionen Euro beteiligt werden.

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Bad Nenndorf.  Die Streitpunkte in der Sitzung waren dieselben wie bei der vorherigen Präsentation. Zum kritisierten Knotenpunkt bei Algesdorf betonte Hartmut Meyer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr diesmal, dass die dortige Ampel nicht vergleichbar sein soll mit der bei Kobbensen. Dort müssten weder Passanten noch Radfahrer berücksichtigt werden. Generell habe der Verkehr auf der B 65 Vorrang. Nur wenn jemand mit einem Kraftfahrzeug auf die Bundesstraße gelangen möchte, schaltet das Signal für die B 65 auf Rot. Dennoch fiel diese Planung bei allen Zuhörern durch. Selbst Bernd Hugo vom Landkreis war dagegen.

Der große Knotenpunkt, der sich künftig ein Stück abseits von Drei Steine befinden soll, wird etwas ins Gelände eingelassen, was die Geräuschemissionen mindert. Dort trifft die B 442 rechtwinklig auf die neue B 65. Das Einbiegen soll über zwei Kreisel und zwei Auffahrten erfolgen. Die CDU-Fraktion sprach sich stattdessen für einen großen Kreisel aus. Insgesamt sei die Verschwenkung im geplanten Maß gar nicht nötig – stattdessen solle ein Ausbau nahe der alten Trasse erfolgen. Die Kosten der vorliegenden Pläne entsprächen nicht dem Nutzen. Mehr Schutz für die Bürger würde auch ein höherer Lärmschutzwall bringen.

„Ich dachte, wir wären schon einen Schritt weiter“, entgegnete Ralph Tegtmeier (SPD), der den neuen Drei-Steine-Knoten gar nicht so schlecht fand, weil die Lärmquelle B 65 distanziert werde. Es gehe um mehr Verkehrssicherheit.

Nicht mit Denkmalschutz vereinbar

Die Standortwahl für die Fußgängerbrücke am Erlengrund begründete Meyer topografisch. An der Stelle der jetzigen Ampel wäre ein deutlich längeres Bauwerk nötig. Bernd Zimmermann (WGN) deutete an, dass der neue Standort mit dem Denkmalschutz unvereinbar ist. Tegtmeier hielt eine U-förmige Brücke an der jetzigen Stelle für möglich. Und er pochte auf zusätzliche Lärmschutzwände beziehungsweise passiven Lärmschutz entlang der neuen Trasse beim Erlengrund und an der Bückethaler Landwehr.

Die Mehrheitslinie im Ausschuss vertrat weitgehend auch Imke Hennemann-Kreikenbohm (Grüne). Stadtdirektor Mike Schmidt kritisierte zudem den Flächenverbrauch von 44 Hektar und die deutlich längere Anfahrtsstrecke zum Schützenhaus.

Bad Nenndorf soll drei Millionen Euro zahlen

Für Unmut sorgte die Nachricht, dass Bad Nenndorf wohl mit drei Millionen Euro am Ausbau beteiligt werden soll. Das hielten Vertreter von Politik und Verwaltung für inakzeptabel. Mehr als die vereinbarten 1,3 Millionen Euro seien nicht drin, so Zimmermann. Bad Nenndorf werde sonst über den Tisch gezogen, wogegen sich Hugo verwahrte.

Gegenüber der vorangegangenen Präsentation in Bad Nenndorf soll wenigstens ein Manko sicher ausgemerzt werden. Der Radweg nach Riepen soll nicht mehr im Nirwana enden, sondern an das Brückenbauwerk bei Algesdorf angeschlossen werden. Weitere Änderungen sind aber nach der gestrigen Sitzung denkbar.  gus

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