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B65-Ausbaupläne sorgen für Erstaunen

Rätselhaft bis verdächtig B65-Ausbaupläne sorgen für Erstaunen

Die Veröffentlichung der B65-Ausbaupläne in dieser Zeitung haben die Bad Nenndorfer Sozialdemokraten mit Erstaunen zur Kenntnis genommen: Drei Details sind derart verändert worden, dass die SPD die Stadtverwaltung aufgefordert hat, sich einzuschalten.

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Die Fußgängerbrücke soll dort entstehen, wo jetzt die Ampel steht.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Es sind die Abzweigung nach Riepen und Algesdorf sowie die Fußgängerbrücke im Bereich Erlengrund, die der SPD in der jetzigen Version überhaupt nicht schmecken. Ralph Tegtmeier sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er wenig Sinn darin sieht, dass künftig Autofahrer, die aus Richtung Stadthagen kommen, per Linksabbiegespur nach Riepen und Algesdorf fahren sollen. Nach Algesdorf würden sie über eine Brücke gelangen.

Diese Brücke hatte in der vorherigen Planung noch zwei Ohren, sprich: Auffahrten. Jetzt gibt es nur noch ein Ohr auf der Nordseite. Tegtmeier moniert, dass auf diese Weise lediglich die jetzigen Abbiegespuren bei Riepen und Algesdorf quasi an einer Stelle kombiniert werden. Quer über die B65 müssen aber nach wie vor Autos abbiegen – künftig dann in der ausgebauten Version. Und darauf sollen die Autos schneller unterwegs sein als bisher. Eine Fahrzeitverkürzung zwischen A2 und Stadthagen gilt schließlich als Hauptargument für den gesamten Ausbau.

Nicht zu ändern ist wohl die Streckenführung der Kreisstraße 48, die jetzt von Riepen aus gesehen in einem Bogen unterhalb der B65 zu der einohrigen Brücke führt. Der gerade Streckenverlauf von Algesdorf aus über die Brücke in Richtung K49 (Verbindung Horsten-Riepen), wie er bisher vorgesehen war, wurde aus Naturschutzgründen verworfen. Dort stießen die Planer auf eine Vogelkolonie.

Die dritte Detailänderung betrifft die Fußgängerbrücke, die Wanderer vom Kurpark aus über die B65 in den Deister und wieder retour führen soll. Dieses Bauwerk sehen die neuen Pläne an der asphaltierten Auffahrt zur Cecilienhöhe vor. Auch das findet Tegtmeier rätselhaft. Warum sollen die Fußgänger zu der Autostraße geführt werden? Besser wäre es, wenn die Überführung, wie zuvor geplant, bei den Erlengrundteichen über die Bundesstraße führte. „Das ist die gewohnte fußläufige Verbindung vom Kurpark in den Deister“, betont Tegtmeier. Derzeit stoppt dort eine Bedarfsampel den Verkehr.

Im Bauausschuss bat der Rieper SPD-Politiker die Verwaltung, nachzuhaken, warum diese Aspekte geändert wurden. Stadtdirektor Mike Schmidt versuchte zu beruhigen: „Das Planfeststellungsverfahren hat noch gar nicht begonnen“, sagte Schmidt. Es werde noch ein vollumfängliches Beteiligungsverfahren geben. Dabei könne die Stadt dann ihre Eingaben machen. Schmidt ließ aber schon durchblicken, dass auch aus seiner Sicht Klärungsbedarf besteht.

Die SPD nahm die Sache jedoch bereits jetzt ernster. „Da haben wir jahrelang diskutiert, und jetzt liegen ganz andere Pläne vor“, ärgerte sich Friedrich Varwig. Er bezeichnete den Vorgang als „komisch oder sogar verdächtig“. Die Stadt muss sich mit voraussichtlich 1,5 Millionen Euro an den Baukosten beteiligen, weil sie eigene Wünsche, beispielsweise eine Lärmschutzwand, umgesetzt haben möchte. gus

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