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Bad Nenndorf BI: Keine geschönten Zahlen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf BI: Keine geschönten Zahlen
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15:17 07.12.2018
So edel sah das Kurhaus einst aus - nach der Sanierung soll es dieser Gestalt wieder ähneln. Quelle: Archiv
BAD NENNDORF

Hintergrund ist die Kostensteigerung von sieben auf zehn Millionen Euro für die Kurhaus-Rettung. Dies hatte Sanierungsgegner in ihren Bedenken bestätigt. „Bösartigkeit und Häme“ unterstellt die BI den nun auftretenden Kritikern.

Vor allem die Behauptung, die BI habe „mit geschönten Daten den Abriss verhindert“, bestätige die Unkenntnis bezüglich der Bedingungen eines Bürgerbegehrens. „Die Gesamtkosten für die Sanierung des Kurhauses haben wir bei der Begründung des Bürgerbegehrens auf der Unterschriftenliste mit 6,95 Millionen Euro netto angegeben“, heißt es in einer Pressenotiz der Gruppe.

Betrag war sauber kalkuliert

Dieser Betrag sei auf Grundlage von Informationen eines Anwalts der Stadtverwaltung, des Verwaltungsausschusses und der Verwaltung kalkuliert worden. Die Kostensteigerung ist laut der BI unter anderem mit Zeitverzug zu begründen.

„Nach dem gewonnenen Bürgerentscheid im September 2013 sollte die Sanierung sukzessive in Angriff genommen werden. Stattdessen begannen die Verschleppungsmaßnahmen durch CDU und SPD“, schreibt die Gruppe. Nach deren Informationen beträgt die Baukostensteigerung inzwischen mehr als 30 Prozent.

Darüber hinaus verweist die BI auf die Gründe, die die Verwaltung für die Mehrkosten anführt. Stadtdirektor Mike Schmidt hatte Mitte November gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass in der jetzigen Summe auch der Parkplatzbau und die Gestaltung der Außenanlagen zusätzlich enthalten sind. Ferner werde ein deutlich größerer Teil des Kurhauses saniert, was später auch mehr Mieteinnahmen erbringen soll.

„Als man mit den ersten Sanierungsarbeiten begann, wuchsen natürlich die Begehrlichkeiten. Die Ankermieter äußerten Wünsche, denen man entsprach und die für uns Normalos unvorstellbare Summen verschlingen werden“, formuliert die BI dazu. Außerdem müsse die Stadt den Vorstellungen neuer Mieter Rechnung tragen.

Haus erhält "Neubaucharakter"

„Einen GAU wird es selbstverständlich nicht geben, vielmehr werden wir ein von Investoren verschandeltes ehemals sehr schönes Gebäude zurückbauen und nach neuesten Erkenntnissen und Möglichkeiten einen ertragreichen Stadtmittelpunkt kreieren, der dann Neubaucharakter hat“, heißt es in der Pressenotiz weiter. Dies bewahre wertvolle Gebäudesubstanz und ein Stück Baukultur.

Nach Informationen der BI soll es im Februar des neuen Jahres eine Informationsveranstaltung zum Thema geben, die für weitere Aufklärung sorgen werde. gus