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„Bad Nenndorf ist bunt“ hält am Programm für 6. August fest

Naziaufmarsch „Bad Nenndorf ist bunt“ hält am Programm für 6. August fest

Die Verwirrung um die mögliche Verschiebung des Nazi-Aufmarsches ist beim jüngsten Plenumtreffen des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ das vorherrschende Thema gewesen. Die Organisatoren des Protestes gegen Rechts stellten dabei klar, dass sie in jedem Fall am 6. August auf die Straße gehen – ob die Nazis nun kommen oder nicht.

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BAD NENNDORF. Jürgen Uebel, Vorsitzender von „Bad Nenndorf ist bunt“, sprach von einem „Firlefanz mit der Hinhalterei“. Sowohl Landkreis als auch das Bündnis dürften sich nicht von „dem Kasper auf der Nase herumtanzen lassen“.

Gemeint ist der Rechtsradikale Matthias Schulz, der sich für die Anmeldung des Nazi-Aufmarsches verantwortlich zeigt. Dieser hatte vor einiger Zeit lose beim Landkreis angefragt, ob man den Termin für den sogenannten Trauermarsch nicht verschieben könne. Dahingehend wollte der Anmelder sich noch einmal melden, was aber nicht geschah.

„Wir sind auf jeden Fall am 6. August am Start“, befand Uebel. „Wenn die Nazis kommen, können sie sich warm anziehen“, erklärte der Bündnisvorsitzende weiter. Sollten die Rechten allerdings entgegen der bisherigen Erwartung nicht auftauchen, wolle man dennoch am geplanten Programm inklusive Kundgebung und Gottesdienst festhalten. „Und sollten die Nazis einige Tage später kommen, kriegen wir trotzdem noch ein paar hundert Mann zusammen“, gab sich Uebel kämpferisch.
Außerdem wurde im Plenum die Frage diskutiert, inwieweit die derzeitige Anmeldung des „Trauermarsches“ bis ins Jahr 2030 möglicherweise neu zu bewerten ist. Da Schulz kaum bis gar nicht zu erreichen sei, fehle ein Ansprechpartner für die Veranstaltung. „Damit ist die Anmeldung doch eigentlich nichtig“, so Uebel. Auch für Polizei und Rettungskräfte sei es „bestimmt nicht witzig“, nicht zu wissen, ob und wie viele Rechte überhaupt kommen.

Ebenfalls gaben die Aktivisten von „Bad Nenndorf ist bunt“ zu bedenken, dass im nächsten Jahr wohl wieder die Termine für Einschulung und Nazi-Aufmarsch kollidieren. „Und die Rechten lachen sich dabei ins Fäustchen“, schloss Uebel. js

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