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Bad Nenndorfer Modell ein Phantom

Noch keine Gespräche zwischen Kreis Schaumburg und Stadt zu Hallenbad-Übernahme Bad Nenndorfer Modell ein Phantom

Für Irritationen hat der Begriff "Bad Nenndorfer Modell" gesorgt, der im Zuge der Hallenbad-Verhandlungen zwischen dem Landkreis und der Stadt Rinteln aufgetaucht war. Doch ein solches Modell gibt es offenbar gar nicht.

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Bad Nenndorf. In einem Bericht zu den Gesprächen hatte es geheißen, dass die Übergabe des Hallenbads an die Stadt Rinteln entsprechend dem Bad Nenndorfer Modell gehandhabt werden soll. Dies ließ die Lesart zu, dass es bereits konkrete Pläne für die Übergabe auch des Nenndorfer Hallenbades in kommunale Hände gibt. Allerdings ist dieser Schritt politisch keineswegs unumstritten, schließlich verschlingt der Betrieb jährlich hohe sechsstellige Summen.

Zu klären wäre auch, ob die Stadt oder die Samtgemeinde das Bad übernimmt. Die Stadt hat wohl den größten Nutzen, die Samtgemeinde ist aber für Sportstätten zuständig. Finanziell geht es der Samtgemeinde wiederum deutlich schlechter.
Entsprechend überrascht war Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt, als er erfuhr, dass im Zusammenhang mit der Rintelner Hallenbad-Übertragung eine Bad Nenndorfer Vorlage als Maßstab gedient haben soll. „Es hat noch keine Gespräche zwischen uns und dem Landkreis wegen des Hallenbades gegeben“, betonte Schmidt auf Anfrage dieser Zeitung.

Über Rinteln hatte es geheißen, dass Investitionen seitens des Landkreises in das Bad fließen, wenn die Stadt den dortigen Betrieb übernimmt. Derartige auf Bad Nenndorf bezogene Zusagen sind aber Schmidts Aussage zufolge von keiner der beiden Seiten bislang gemacht worden. Kreissprecher Klaus Heimann bestätigte dies gegenüber dieser Zeitung.

Aus Bad Nenndorf wird ohnehin keine Initiative zur Übernahme des Hallenbades kommen, denn die Kommune reißt sich nicht darum. Außerdem ist die Verwaltung Schmidt zufolge derzeit auf diesem Sektor ausreichend beschäftigt. Die Verhandlungen über die mögliche Übergabe der Landgrafentherme vom Land an die Stadt beginnen in dieser Woche. Um die Einzelheiten der Vereinbarung zwischen Rinteln und Kreishaus bezüglich des dortigen Hallenbades schere sich in Nenndorf deshalb niemand. „Wenn der Landkreis Gesprächsbedarf hat, wird er auf uns zukommen“, so Schmidt.

In Rinteln hatte der Landkreis hohe Investitionen zugesagt, der Stadt sollen aber 370.000 Euro an Kreisumlage erlassen werden, die Rinteln bislang jährlich extra zahlt. Eine ähnliche Summe zahlt die Samtgemeinde Nenndorf.

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